Motive - Glauben und Zweifeln

1. "Wir sind spirituelle Wesen" - André Heller über seine Sinn-Suche
2. Eine stille Tragödie - Flüchtlinge im Nordirak
3. Steuern sind zum Steuern da - Über bürgerliche und staatliche Steuermoral

1. "Wir sind spirituelle Wesen" - André Heller über seine lebenslange Sinn-Suche

Die christliche Fastenzeit - die sich am Palmsonntag langsam ihrem Ende zuneigt - ist für viele immer noch der richtige Zeitpunkt für eine Neuausrichtung, auch in spiritueller Hinsicht. In einer Predigt von Meister Eckhart, eines bedeutenden christlichen Mystikers aus dem Spätmittelalter, heißt es dazu: "Wenn mich nun einer fragte: Warum beten wir, oder warum fasten wir oder wirken wir all unser Werk?, so antworte ich: Darum, dass Gott in unserer Seele geboren werde."
Mit diesem Gedanken sympathisiert seit Längerem auch der Künstler und Kunstmanager André Heller. Er berichtet von seiner persönlichen Sinnsuche der letzten Jahre, von seinen vorläufigen Erkenntnissen und spirituellen Perspektiven. - Gestaltung: Kerstin Tretina


2. Eine stille Tragödie - Flüchtlinge im Nordirak

Berührende und empörende Schicksale hat er kennen gelernt - Radiojournalist Andreas Mittendorfer, als er in den Nordirak gereist ist. Junge Frauen etwa, deren Männer von der Terrormiliz IS ermordet worden sind - und die gemeinsam mit ihren Kindern nur das nackte Leben retten konnten.
In die als weitgehend sicher geltende autonome Region Kurdistan im Nordirak haben sich rund 900.000 Menschen geflüchtet - ungefähr die Hälfte der etwa 2 Millionen Binnenvertriebenen im Irak. Dazu kommen noch mehr als 230.000 Flüchtlinge aus dem benachbarten Bürgerkriegsland Syrien. In Erbil, der Hauptstadt der Region, haben neben jesidischen und muslimischen Flüchtlingen vor allem viele vertriebene Christinnen und Christen Zuflucht gefunden. Oft leben sie unter widrigsten Umständen. - Gestaltung: Andreas Mittendorfer


3. Steuern sind zum Steuern da - Bischof Michael Bünker über bürgerliche und staatliche Steuermoral

In der Steuermoral der Bürger und Unternehmen drücken sich deren Verhältnis zum eigenen Staat und die Akzeptanz der gesellschaftlichen Ordnung aus. Umgekehrt geht auch der Staat mit seiner Macht, Steuern einzuheben, den Bürgern und Bürgerinnen gegenüber eine hohe Verpflichtung ein. Transparenz und Gerechtigkeit, das sind die beiden Leitbegriffe, die diese Verpflichtung nach Meinung der Evangelischen Kirche zum Ausdruck bringen. Grundsätzliche Überlegungen aus evangelischer Sicht in Zeiten der Steuerreform.


Moderation: Martin Gross

Service

Caritas Auslandshilfe Irak

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