Die Hörspiel-Galerie

"Eine Wiener Romanze" (Teil 1). Von David Vogel. Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama. Bearbeitung: Helmut Peschina. Die Geschichte eines jungen Müßiggängers im Wien der vorigen Jahrhundertwende.
ORF/DLR Kultur 2015

100 Jahre nach seiner Niederschrift wurde dieser Roman 2010 wiederentdeckt. "Eine Wiener Romanze" ist ein erstaunlich junges und modernes Buch, es schildert Jugendwahn, Urbanisierung, Religionslosigkeit, Einsamkeit und freie Liebe und das alles vor dem Hintergrund der bröckelnden Donaumonarchie. "Eine Wiener Romanze" erzählt die Geschichte des Michael Rost im Wien der Jahrhundertwende. Michael Rost, jung, mittellos, jüdisch, ist ein Müßiggänger und Flaneur. Als er sich bei einer wohlhabenden Familie einmietet, wird er von der Dame des Hauses verführt und beginnt eine Affäre mit ihrer Tochter - eine Dreiecksbeziehung, die die Familie bedroht und Rost an den Rand des Untergangs bringt ...

Mit 21 Jahren kam David Vogel, 1891 in der Westukraine geboren, nach Wien, er war als Hebräisch-Lehrer tätig, schrieb Gedichte und Prosa. Neben der "Wiener Romanze" verfasste er den Roman "Eine Ehe in Wien". Vogel floh vor dem Naziregime nach Frankreich, wo ihn die Gestapo 1944 verhaftete. Noch im selben Jahr wurde er in Auschwitz ermordet.

Regie: Harald Krewer, Bearbeitung: Helmut Peschina, Musik: Max Nagl
Mit Markus Hering, Herbert Föttinger, Markus Meyer, Petra Morzé, Josephine Bloéb, Johannes Zeiler, Pippa Galli, Chris Pichler, Matthias Mamedof, Till Firit u.a.

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