Passagen

Im Zeit-Raum: Plötzlich ist für immer alles anders! Tod, Trauer und neues Leben. Johannes Kaup im Gespräch mit der Trauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper und der Journalistin Saskia Jungnikl.
(aufgenommen am 2. Oktober im Großen Sendesaal des ORF RadioKulturhauses in Wien)
Bearbeitung: Haimo Godler

Der 24. März 2015 hat das Leben von tausenden Menschen mit einem Schlag verändert. Ein psychisch kranker Co-Pilot hatte ein Flugzeug absichtlich gegen eine Felswand gesteuert und 149 Passagiere und Besatzungsmitglieder mit in den Tod gerissen. Darunter sind 16 Schüler/innen und zwei Lehrerinnen vom Josef-König-Gymnasium in Haltern. Die Angehörigen und Freunde der Toten können es nicht fassen. Völlig unerwartet haben sie Kinder, Partner/innen, Verwandte und Freund/innen verloren. Mechthild Schroeter-Rupieper begleitet seitdem zusammen mit zwei weiteren Pädagoginnen ihres Lavia-Instituts Schüler/innen, die ihre Geschwister und Freund/innen verloren haben.

Schroeter-Rupieper ist Deutschlands bekannteste Trauerbegleiterin. Die 51-jährige Mutter dreier Söhne gibt in ihren Büchern und Vorträgen Hilfestellung im Fall von akuten Trauer- und Trennungssituationen. Auch die junge Journalistin Saskia Jungnikl wird plötzlich eines Tages mit dem Tod konfrontiert. An einem heißen Julitag - sie ist gerade im Schwimmbad - als sie die Nachricht ihrer Mutter erreicht: "Papa ist in der Nacht gestorben. Er hat sich erschossen." Für Saskia Jungnikl bricht eine Welt zusammen. Der Suizid des Vaters kam für sie aus heiterem Himmel. Zwischen Unverständnis, Wut und tiefer Trauer ist sie von ihren Gefühlen hin- und hergerissen. Die heute 33-jährige Autorin und Journalistin veröffentlicht im "Standard" einen Text über den Suizid ihres Vaters, der auf enorme Resonanz gestoßen ist und mit Preisen ausgezeichnet wurde.

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Literatur:
Saskia Jungnikl: "Papa hat sich erschossen", Fischer Paperback, ISBN-13: 978-3596030729

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