Hörspiel-Studio

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Ausgezeichnet mit dem "Hörspielpreis der Kritik": "Hornissengedächtnis" von David Zane Mairowitz. Koprod. SRF/ORF 2015

"Sie hassen einander mit nicht nachlassender Leidenschaft, seit Jahrzehnten. Wie Hornissen, die sich an jede Kränkung erinnern, die ihnen ein Feind zugefügt hat." - Das Hörspiel "Hornissengedächtnis" wurde im Rahmen der Ö1 Hörspiel-Gala mit dem "Hörspielpreis der Kritik" ausgezeichnet. In der Jurybegründung heißt es: "David Zane Mairowitz gelingt es in seinem Hörspiel ‚Hornissengedächtnis', das Subjektive der Erinnerung kunstvoll an einem unversöhnlichen Machtkampf darzustellen. Ein entfremdetes Paar versucht jeweils die Deutungshoheit über all das Vergangene zu erlangen, das mehr als ein halbes Jahrhundert zurückliegt und sie damals entzweite. Die Enkelin dieses jüdischen Paares, das vor den Nazis aus Frankreich in die Schweiz flüchten konnte, wirkt als Vermittlerin. In der Aufarbeitung traumatischer Situationen entsteht eine dichte Atmosphäre, besonders die Figuren der Frauen beeindrucken. Die ständig wechselnden Perspektiven und überraschenden Wendungen sorgen für Spannung bis zum Schluss, die Geschichte bleibt trotz der Sprünge in Ort und Zeit stets schlüssig. Es wird subtil bewusst gemacht, wie schwierig es ist, über Geschehnisse in einem Zeitalter der Extreme zu urteilen, das so viel Tragisches erzeugte".
Mit: Erni Mangold, Hans-Michael Rehberg, Pipa Galli, Gerti Drassel u.a, Regie: David Zane Mairowitz. Koprod. SRF/ORF 2015

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