Terra incognita - Iran

"Ungläubig". Von Sama Maani. Es liest Karl Menrad. Gestaltung: Friederike Raderer

"Von den Irren in unserer Familie, die mir meine Eltern ständig vor Augen hielten, weil ihnen mein Verhalten Anlass gab, zu glauben, mir drohe dasselbe Schicksal, ist mir mein seit Jahren verschollener Onkel Danusch der liebste. Auch ich hatte mir in meiner Kindheit eine Eigenwelt aufgebaut, ohne noch ein Irrer zu sein, nein, mehrere, und mit jeder Eigenwelt wurde die Sorge meiner Eltern, mir drohe ein Irrenschicksal, größer, und das nicht zu Unrecht, bedenkt man, was später geschah." Der in Graz lebende iranische Medizinstudent schreibt Briefe an seine Psychoanalytikerin, auf die er nie eine Antwort bekommt. Gleichzeitig schreibt ein anderer, der Ex-Aktivist Arman Kalami, Berichte an das "werte Zentralkomitee" der Kommunistischen Partei, die Teheraner Revolution betreffend. Und schließlich scheint es, als würde der Verschollene Danusch wieder aufgetaucht sein. Zum Verrücktwerden, oder?

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aus dem gleichnamigen Roman. Drava

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