Andreas Obrecht und Henning Melber

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Von Tag zu Tag

Afrikas Lichter und Schatten - vom Kolonialismus zum bewaffneten Widerstand, von Staatengründungen bis zum Mythos der neuen Mittelschicht.
Gast: Prof. Dr. Dr. Henning Melber, Professor am Institut für Politikwissenschaften an der Universität Pretoria und am Center for Africa Studies der Universität in Bloemfontein, beide Südafrika. Moderation: Andreas Obrecht. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79

Henning Melber kam mit 17 Jahren als Sohn deutscher Einwanderer in das heutige Namibia - ein weites Land, in dem eine weiße Minderheit die kolonialen Privilegien eines Apartheid-Regimes genoss. Nachdem sich Hennig Melber 1974 der Befreiungsbewegung SWAPO - South West Africa People`s Organisation - angeschlossen hatte, wurde er im Jahr darauf des Landes verwiesen und durfte erst nach erfolgter Unabhängigkeit im Jahr 1990 zurückkehren.

Als Politikwissenschaftler und habilitierter Soziologe hat er sich Jahrzehnte lang beruflich mit der Geschichte und den Dynamiken afrikanischer Gesellschaften beschäftigt, wobei ihm das politische Engagement immer wichtig geblieben ist. Über den Terror deutscher Kolonialpolitik in Südwestafrika, die afrikanischen Staatengründungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die neue afrikanische Mittelschicht, deren politische und ökonomische Rolle seiner Meinung nach massiv überschätzt wird, spricht Henning Melber mit Andreas Obrecht.

Service

Henning Melber: Namibia - Gesellschaftspolitische Erkundungen seit der Unabhängigkeit. Verlag Brandes & Apsel, Frankfurt. 2015

Aktuelle Veranstaltung:
Globale Mittelklasse ... gut bei Kasse? Eine kritische Auseinandersetzung mit Begriff und Konzept der "neuen Mittelklasse" als Motor für Entwicklung
Henning Melber im Gespräch
19. Oktober 2016, 17:00-19:00 Uhr
C3 - Centrum für Internationale Entwicklung
Sensengasse 3
1090 Wien

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