Armenien

Die grausame Geschichte eines kleinen Landes. Armenien. Mit Jasmine Dum-Tragut, Armenologin an der Universität Salzburg.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

Der Name Armenien taucht das erste Mal in der Zeit der Perser um 520 vor Christus auf. Er bezieht sich vermutlich auf den Herrscher Arame, der sein Volk in das damalige Reich Urartu führte, wo es die Herrschaft übernahm und einen Staat aufbaute - der allerdings immer wieder in Konflikte mit Persern, Römern oder auch den Arabern geriet. Armenien ist, seit dem Jahr 301, das erste Land in der Geschichte mit einer christlichen Staatsreligion. Im 19. Jahrhundert teilten sich Russland und das Osmanische Reich Armenien auf.

Nach dem Sturz des Osmanischen Herrschers begann der Auftakt zum ersten Völkermord im 20. Jahrhundert und schwärzesten Kapitel der armenischen Geschichte. Als Reaktion auf den Unabhängigkeitskampf der Armenier ermordeten Türken, aber auch Kurden, durch Massaker und Todesmärsche in der Zeit zwischen 1915 und 1917 bis zu 1,5 Millionen Armenier. Während des Ersten Weltkriegs waren auch viele armenische Kriegsgefangene in den Gefangenenlagern der k.u.k. Monarchie inhaftiert.

1922 annektierte Russland die neu entstandene Republik Armenien, geschrumpft auf den östlichen Teil seines Ursprungsgebietes. Am 21. September 1991 erklärte Armenien seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Der Genozid, aber auch der Kampf um die ehemaligen westarmenischen Gebiete und Streitigkeiten mit dem Nachbarland Aserbaidschan um die Region Bergkarabach spielen bis in die Gegenwart eine wichtige Rolle.

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