Eisenzeit

Unruhige Zeiten - Der Donauraum in der Eisenzeit. Mit Marko Mele, Landesarchäologe und Chefkurator für Ur- und Frühgeschichte des Universalmuseums Joanneum im Graz.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

Die Eisenzeit beginnt in Mitteleuropa etwa um 800 vor unserer Zeitrechnung. Mit der Beherrschung von Techniken zur Eisenverarbeitung können bessere Waffen und Werkzeuge hergestellt werden. Eisenerz ist außerdem leichter zu gewinnen als Kupfer und Zinn, jene Materialien, die zur Herstellung von Bronze verwendet worden waren.

Für die Menschen bedeutet der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit einen gravierenden Wandel: Die Landwirtschaft und handwerkliche Produktion erlebt einen Aufschwung, die Bevölkerung wächst. Es entstehen neue gesellschaftliche Hierarchien und wirtschaftliche und politische Zentren. Eines dieser Zentren war Hallstatt, das durch den Salzabbau in der Älteren Eisenzeit, auch "Hallstattzeit" genannt, zu großem Reichtum gelangte.

Aber auch in anderen Gebieten Österreichs zeigen archäologische Funde faszinierende Einblicke in die Ältere Eisenzeit. Bereits vor über 2.800 Jahren wurden die Flusstäler und Hügelhänge im steirischen Sulm und in Saggau von Menschen intensiv besiedelt. Es entstanden zentrale stadtähnliche Siedlungen und imposante Hügelgräberfelder. In der Nähe von Heimschuh in der Steiermark ist erst kürzlich ein mächtiger prähistorischer Verteidigungswall freigelegt worden. Wissenschafter des Universalmuseums Joanneum führen im Rahmen des EU-Projekts Iron-Age-Danube geophysikalische Vermessungen und archäologische Grabungen an mehreren potenziellen Fundstellen durch, um mehr über die Gesellschaft der Älteren Eisenzeit zu erfahren.

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