Ute Bock

APA/ROBERT JÄGER

In memoriam Ute Bock

In memoriam Ute Bock: Mama General - Ein Leben für die bösen Buben. Porträt von Cornelia Krebs

Ute Bock hat eine angenehme Stimme. Wenn sie verärgert ist, kann sie allerdings laut werden, sehr laut sogar. Und Frau Bock ärgert sich immer wieder. Wenn etwa die Junkies im Keller ihre Spritzen liegen gelassen haben. Oder wenn zum zweiten Mal im Monat die Küche in Flammen steht. Oder wenn die Nachbarin sich über die Flüchtlinge aus Schwarzafrika aufregt.

Frau Bock wäscht, bügelt, näht und kocht. Sie geht spät zu Bett und hat einen leichten Schlaf. Sie lebt mit 80 Männern unter einem Dach. Es sind die einzigen Männer, mit denen sie je zusammengelebt hat. Frau Bock ist Erzieherin. 1998 leitet sie das Gesellenheim in der Wiener Zohmanngasse, ein Heim für ehemalige Heimkinder, die auf die schiefe Bahn geraten sind. Frau Bock ist geduldig. Und so manche schiefe Bahn hat sie wieder geradegerichtet. Die Buben achten Frau Bock. Manche lieben sie sogar.

Die Protagonistin dieser Sendung, Ute Bock, ist bald nach den Aufnahmen für dieses Hörbild in Pension gegangen. Sie engagierte sich jedoch weiter kontinuierlich für obdachlose Flüchtlinge. Für ihren Einsatz wurde sie 2012 mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet.

Service

Die ursprünglich für 20.01.2018 vorgesehene Sendung "Wenigstens eine Chance. Geschichte einer Kindesabnahme.", Feature von Christine Pramhas, wird voraussichtlich am 24.02.2018 gesendet.

Sendereihe

Gestaltung