Johanna Schwanberg

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Begegnung zwischen Kunst, Kirche und Gesellschaft

Sakrale Schätze in Symbiose mit Gegenwartskunst - das Dom Museum Wien.
Gast: Dr. Johanna Schwanberg, Kunsthistorikerin, Lehrbeauftrage an der Universität für Angewandte Kunst, Direktorin des Dom Museum Wien.
Moderation: Andreas Obrecht.
Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79

Nach einer vierjährigen architektonischen und inhaltlichen Kompletterneuerung präsentiert sich das Dom Museum Wien seit Oktober vergangenen Jahres als Plattform transkulturellen und transreligiösen Dialogs und als ästhetisch anspruchsvolle Symbiose zwischen der sakralen Kunst der Vergangenheit und den existentiellen Fragen und Herausforderungen der künstlerischen Avantgarde.

Alte Meisterwerke aus dem Bestand der Erzdiözese Wien werden durch Arbeiten kontrastiert, die großteils aus der Kunstsammlung Otto Mauer stammen - von Alfred Kubin über Arnulf Rainer, Günter Brus und Valie Export bis hin zu neuesten Videoinstallationen und Text-Bild-Collagen.

Entstanden sind zeitlos anmutende Kunsträume mit Blick auf das Wahrzeichen von Wien - den Stephansdom - die Diskurse versinnbildlichen, die so alt sind wie die Menschheit selbst: Es geht um die Qualität des Lebens, die Interpretation des Todes, das Diesseits, das Jenseits, um verschiedene Wahrnehmungen von Wirklichkeit, um Leid und Befreiung, und schließlich auch um Glaubensinhalte, deren Auslegung spätestens seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr der alleinigen Deutungshoheit der Kirchen unterliegt.

Die Kunsthistorikerin und Direktorin Johanna Schwanberg begreift das neue Museum als Ort der lebendigen Begegnung zwischen Kunst, Kirche und Gesellschaft - gemäß dem Motto: "Kunst verändert den Menschen - sie verändert das Leben."

So ist auch die erste Themenausstellung "Bilder der Sprache und Sprache der Bilder" der Beziehung zwischen Wort und Bild gewidmet. Gerade im Mittelalter, noch vor der Entdeckung der Zentralperspektive, gab es in selbstverständlicher Weise diese Verbindung zwischen Text und Bild, die erst mit dem Kubismus, Surrealismus, Dadaismus etc. wiederentdeckt wird.

Johanna Schwanberg ist zu Gast bei Andreas Obrecht.

Wie immer freut sich die Punkt eins Redaktion über Reaktionen und Beteiligungen:

In welchem Verhältnis steht vergangene und gegenwärtige Kunst zu religiösen, existentiellen oder spirituellen Fragen? Lassen sich auch in der zeitgenössischen Kunst sakrale Aspekte entdecken? Kann Kunst - und wenn ja, in welcher Weise - ein Vermittler zwischen Kirche und Gesellschaft sein? Haben Kirchen und Religionsgemeinschaften grundsätzlich die Aufgabe, vielleicht sogar die Verpflichtung Kunstschaffende und Kunst zu fördern?

Schreiben Sie an punkteins(at)orf.at oder rufen Sie unter der Nummer 0800 22 69 79 während der Sendung an.

Service

Dom Museum Wien
Stephansplatz 6
1010 Wien
Tel.: +43 1 51552 5300

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Donnerstag 10 bis 20 Uhr
Montag, Dienstag geschlossen

Katalog:
Dom Museum Wien - Kunst Kirche Gesellschaft, hrsg. von Johanna Schwanberg, Verlag de Gruyter, Berlin 2017

Sendereihe

Playlist

Urheber/Urheberin: Anonymus
Titel: Violin Sonata No. 3 Wiener Minoritenkonvent, Manuscript XIV 726, No. 9):
* I. Adagio - Presto - Aria - Varaitio (davon unterlegt 01:36)
Ausführender/Ausführende: Gunar Letzbor & Ars Antiqua Austria
Länge: 03:20 min
Label: Panclassics

Komponist/Komponistin: Christian Bakanic
Album: ARABOROO
Titel: Balkanic
Ausführende: TEMMEL & BAKANIC
Ausführender/Ausführende: Manfred Temmel /guitar
Ausführender/Ausführende: Christian Bakanic /accordion
Länge: 02:30 min
Label: Session Work Rec. 44/12

Komponist/Komponistin: Manfred Temmel
Album: ARABOROO
Titel: Madrid
Ausführende: TEMMEL & BAKANIC
Ausführender/Ausführende: Manfred Temmel /guitar
Ausführender/Ausführende: Christian Bakanic /accordion
Länge: 02:13 min
Label: Session Work Rec. 44/12

Komponist/Komponistin: Christian Bakanic
Album: ARABOROO
Titel: Vals Rouge
Ausführende: TEMMEL & BAKANIC
Ausführender/Ausführende: Manfred Temmel /guitar
Ausführender/Ausführende: Christian Bakanic /accordion
Länge: 02:26 min
Label: Session Work Rec. 44/12