Spaziergang im Wald mit Markus Meyer

ORF/JULIA HERZOG

Hörspielpreis der Kritik

"Hörspielpreis der Kritik"
(Übertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)
Kulturjournalistinnen und -journalisten prämierten "Spaziergänge eines einsamen Träumers" von Mischa Zickler mit dem Ö1 Hörspielpreis der Kritik.
Mit Markus Meyer, Claudius von Stolzmann, Christiane von Poelnitz, Steffen Link und Tim Breyvogel, Musik: Thomas Rabitsch, Regie: Mischa Zickler. (ORF 2017)

Österreich 1 hat Kulturjournalistinnen und -journalisten eingeladen das, ihrer Ansicht nach, "künstlerisch anspruchsvollste und ansprechendste" Ö1 Originalhörspiel des Jahres auszuwählen. Der Hörspielpreis der Kritik wurde am 23. Februar im Rahmen der Ö1 Hörspiel-Gala im ORF RadioKulturhaus und on air auf Österreich 1 verliehen.

Die Jury setzt sich heuer aus folgenden Journalisten und Journalistinnen zusammen:
Mag. Margarete Affenzeller (Standard), Frido Hütter (Kleine Zeitung), Dr. Hedwig Kainberger (Salzburger Nachrichten) und Mag. Norbert Mayer (Die Presse).

In ihrer Laudatio zum Hörspielpreis der Kritik 2017 meinte Dr. Hedwig Kainberger:
"Was wir heute auszeichnen wollen, fängt unheilvoll an, endet aber lustig. Allerdings kann man den Schluss auch tragisch verstehen, weil da jemand seinen soeben entdeckten, widerborstigen, launischen, tief drin vielleicht sogar liebenden, sehr, sehr klugen Vater verliert. Jedenfalls hat dieses auszeichnungswerte Hörspiel den witzigsten Abspann, den wir als langgediente Juroren des Hörspielpreises der Kritik je gehört haben. Und zwischen dem unheilvollen Anfang und dem lustigen Ende gibt es viel Geistreiches. In unserer Jurysitzung sind auch lobende Worte wie "schwungvoll", "pfiffig", "erstaunlich" und "großartige Stimmen" gefallen.

So ist unsere Entscheidung auf die "Spaziergänge eines einsamen Träumers gefallen" - von Mischa Zickler. Wir durften da den Philosophen Jean-Jacques Rousseau auf seinen Morgenspaziergängen begleiten. Und dieser Rousseau wiederum wird auf diesen Spaziergängen durch einen - nicht offensichtlichen, sondern offenhörlichen - Wald von einem mehr oder weniger lästigen Journalisten begleitet. Dieser entpuppt sich am Ende als vermeintlicher Journalist und tatsächlicher Sohn. Die Zwiegespräche der beiden werden von angenehm unphilosophischen Einwürfen einer Wäscherin aufgelockert: Rousseaus Lebensgefährtin Thérèse. Daher möchten wir dieses Hörspiel - auch das ein Wort aus unserer Juryitzung - als "heiteres Rousseau-Seminar" rühmen…."

Der Regisseur, Autor und Fernsehproduzent Mischa Zickler, der seine Karriere im Radio begonnen hat, ließ sich von "Träumereien eines einsamen Spaziergängers" - dem letzten Werk des Philosophen, Pädagogen, Schriftstellers und Naturforschers Jean-Jacques Rousseau inspirieren.
Und es hat sich Unglaubliches herausgestellt: Jean-Jacques Rousseau lebt noch!
Rousseau wird bei seinen täglichen Spaziergängen durch den Wald von einem aufdringlichen Journalisten verfolgt, dessen Neugierde nicht nur beruflich motiviert scheint. Die Gespräche in der Natur werden dabei zu einer vorsichtigen Annäherung der beiden Männer, denen sich die Welt so unterschiedlich offenbart hat. Und der alternde Rousseau muss erleben, wie sein bequemes Weltbild - in dem er sich so häuslich eingerichtet hat - durch den jungen Mann genauso in Frage gestellt wird wie Rousseaus Beziehung zu seiner Frau Thérèse.

Service

Ö1 Kunstradio

Diese Sendung wird in Dolby Digital 5.1 Surround Sound übertragen. Die volle Surround-Qualität erleben Sie, wenn Sie Ö1 unter "OE1DD" über einen digitalen Satelliten-Receiver und eine mehrkanalfähige Audioanlage hören.

Sendereihe

Übersicht

Mehr dazu in oe1.orf.at

SPAZIERGÄNGE EINES EINSAMEN TRÄUMERS

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