Zeitreisen und eine Odyssee

Vergangenheit, Erinnerung und die Aussicht auf eine mögliche Zukunft im Ö1 Kunstsonntag.

"Von einem Wunderkind kann man nur deswegen nicht sprechen, da die äußeren Umstände nicht geeignet waren, ein so begabtes Kind zu fördern", heißt es auf Karl Ratzers Website über die musikalischen Anfänge des heute international anerkannten Gitarristen. Als Autodidakt an der Gitarre adaptierte er als Jugendlicher den Bühnenamen "Charles Ryder" und mischte mit seinen progressiven Bandprojekten "The Slaves", "Charles Ryders Corporation", "C-Department" und "Gipsy Love" die Wiener Musik-Szene auf, bevor er mit Anfang 20 in die USA ging. Seinen frühen Jahren ist die Schallplatte "The Early Years" gewidmet, das gerade erschienen ist.

Etwa gleich jung wie Ratzer, als er seine ersten Erfolge einfuhr, ist die Autorin Julia Lückl. Mit ihren 17 Jahren hat sie innerhalb von kürzester Zeit bereits drei Literatur-Preise gewonnen. In den "Neuen Texten" sind drei Erzählungen der im Burgenland lebenden Schülerin der Karl-Popper-Schule zu hören.

Wie liest, interpretiert und diskutiert man die "Todesfuge" von Paul Celan? Philip Scheiner hat für die Tonspuren vier Schauspieler und Schauspielerinnen, sowie zwei Jugendliche, zum Selbstversuch gebeten. Das Gedicht erschien im Band "Mohn und Gedächtnis"; es befasst sich mit der Trauer um die Opfer des Nationalsozialismus und die "Überlebensschuld" - Themen, die das Werk des Holocaust-Überlebenden Paul Celan prägen.

Für seine Einspielungen von Stücken verfemter und vertriebener Komponisten hat das Adamas Quartett reichlich Kritiker-Lob bekommen - in der Radiosession spielt das Streicherensemble einige Werke live, und Gastgeber Helmut Jasbar spielt an der Gitarre mit. Und in den Milestones präsentiert Klaus Wienerroither die Platte "Fitzgerald and Pass ... Again" von Ella Fitzgerald und Joe Pass aus dem Jahr 1976.

Service

Karl Ratzer
Plattenlabel monkey.music

Sendereihe

Gestaltung

  • Anna Soucek