China, Fischköpfe und das Dorf in der Stadt

Wie Österreicher im Ausland leben.
Ein Besuch beim China-Pionier Hans Sauseng in Peking

Kaum ein Land hat sich in den letzten 40 Jahren so rasant verändert wie China. Wo noch in den 80er Jahren Büffel Reisfelder pflügten, stehen heute Wolkenkratzer, Luxusboutiquen und Flugplätze. Hans Sauseng hat diesen Wandel hautnah miterlebt. Als junger Mann reiste er Mitte der 1980er Jahre per Bahn und Bus durch China. Damals gab es kaum Hotels oder Taxis, Ausländer konnten die chinesische Währung nur am Schwarzmarkt tauschen und durften nur in bestimmten Geschäften einkaufen. Kaum jemand sprach Englisch oder hatte schon jemals einen Ausländer gesehen.
Trotzdem - oder gerade deshalb - war Hans Sauseng fasziniert vom Alltag in den Städten und Dörfern. Immer wieder zog es ihn nach China: als Reisender oder später als Englischlehrer an mehreren chinesischen Universitäten. Ende der 1990er Jahre zog er mit seiner Frau nach Peking, wo er seit fast 20 Jahren lebt. Wie gestaltet sich der Alltag in der Riesenmetropole, die in Europa vor allem wegen ihrer schlechten Luft bekannt ist? Lässt es sich in der Smog-Stadt Peking überhaupt gut leben? Alexandra Siebenhofer hat Hans Sauseng in Peking getroffen und mit ihm über den Alltag in China gesprochen: über die vielen Handwerker, die es hier noch gibt, die Schwierigkeiten im Straßenverkehr, das Reisen in den 1980er Jahren und darüber was sich in den letzten 40 Jahren alles verändert hat.

Gestaltung: Alexandra Siebenhofer


Randnotizen: Lukas Tremetsberger

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