Trio Lepschi beim Aufbau

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Trio Lepschi

Musik aus dem RadioKulturhaus. Trio Lepschi. Von satanischen Klezmer-Versen über Clair de Lune im Wurschtlprater zu Schall und Rauch des Wienerlieds
Gestaltung: Jörg Duit

Es gibt kaum jemanden, der nicht sein Fett abbekommt, wenn das Trio Lepschi zum Aufschlag ausholt:
Die Iren, die irren, das geht ja noch, denn Bei die schebign Estn schtehts aa ned zum Bestn / Und drunt in Italien wiads eng mit d Fressalien / Und die miesn Portgiesn schlittan schnuagrod in d Krisn / Und in Island die Isn schteckn tief in den Miesn / Und die windign Ungarn wean boid scho vahungarn.

Das Trio Lepschi setzt sich letztlich mit dem Genre Wiener Lied auseinander, da gehört das Suadan maßgeblich dazu, und wenn das irgendwie authentisch, augenzwinkernd, kreativ und virtuos geschieht, dann schläft dem Publikum das schuldbewusste Lachen im Gesicht auch nicht ein. Da weiß man zwar, man ist irgendwie auch selbst angesprochen, aber man kann dazu stehen, geteiltes Leid ist halbes Leid.

Jedenfalls beherrschen die drei Herrschaften besten Alters: Krimischriftsteller Stefan Slupetzky, Raunzer, Schreier, Sänger, Säger und u.a. Nasenflötist Michael Kunz, sowie Jazzer Martin Zrost die gesungene Dialektdichtung dermaßen souverän, dass auch sie zur Krisenresistenz des Genres maßgeblich beitragen.

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