Schmerz auf Schlag

Neuropathie nach Schlaganfällen
Von Margarethe Engelhardt-Krajanek

Schlaganfälle zählen in den westlichen Industrienationen zu den häufigsten Erkrankungen hochbetagter Menschen. Sie sind die häufigste Ursache für Behinderung und Pflegebedürftigkeit. Sind dabei schmerzverarbeitende oder schmerzleitende Gehirnstrukturen wie der Thalamus betroffen, treten nach Schlaganfällen brennende neuropathische Schmerzen auf.

Sie entstehen nicht dort, wo sie empfunden werden, sondern im Gehirn. Durch strukturelle und biochemische Umbauvorgänge nach dem Schlaganfall entsteht eine Sensibilisierung der schmerzverarbeitenden Zellen. Dieser Vorgang ist mit einem Lernprozess vergleichbar. Schon eine leichte Berührung wird mit einer übermäßigen Ausschüttung von Neurotransmittern beantwortet.

Sie wird "gespeichert" und kann so zu einer Schmerzchronifizierung führen. - Früh erkannt und medizinisch versorgt lassen sich diese Folgeerscheinungen eines Schlaganfalls aber gut therapieren. Mit viel Geduld und körperlichem Training können Patienten diese Schmerzprogrammierungen im Gehirn zu überschreiben.

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