Mensch und Maschine im Dialog

"Bot. Gespräch ohne Autor" von Clemens J. Setz. (Ausschnitte). Es liest Till Firit. Gestaltung: Nicole Dietrich

Der Autor wird interviewt. Doch ihm fallen keine Antworten ein und so lässt er eine Art künstliche Intelligenz, sein Millionen von Zeichen umfassendes elektronisches Tagebuch - die ausgelagerte Seele des Autors, mit anderen Worten: einen Clemens-Setz-Bot sprechen. Was der Befragte selbst im mündlichen Gespräch nicht zu verbalisieren vermochte, gibt das Werk allein, völlig losgelöst von seinem Autor, in verblüffender Offenheit preis.
Clemens J. Setz, 1982 in Graz geboren, war 2009 mit seinem voluminösen Roman "Die Frequenzen" für den Deutschen Buchpreis nominiert. Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse folgten vielbeachtete Romane wie "Indigo" und zuletzt "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre". In seinem aktuellen Buch "Bot. Gespräch ohne Autor" erkundet das "Wunderkind der österreichischen Literatur" gemeinsam mit der Salzburger Lektorin Angelika Klammer Wille und Willkür beim Schreiben, Beobachten und Sammeln von Ideen. In Form eines eigenwilligen, originellen, ja absurden Frage-Antwortspiels bekommt der Leser Einblicke in das literarische Arbeiten.

Service

Clemens J. Setz, "Bot. Gespräch ohne Autor", herausgegeben von Angelika Klammer. Suhrkamp, 2018

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