Im Gespräch: Veit Heiduschka und Ekaterina Degot, New-Wave-Pionierin Anne Clark

1. Mehr als "Hanekes Produzent": Veit Heiduschka
2. Anne Clark im Filmporträt
3. Details zum "steirischen herbst" unter neuer Leitung

Beiträge

  • Mehr als "Hanekes Produzent": Veit Heiduschka

    Dass der österreichische Regisseur und Oscar-Preisträger Michael Haneke zum international erfolgreichsten Filmemacher des Landes wurde, hat nicht nur mit Hanekes künstlerischer Beharrlichkeit zu tun, sondern auch mit einem Mann, der ihn dabei im Hintergrund stets unterstützt hat. Seit 1989, Hanekes Film "Der siebente Kontinent", hat der Filmproduzent Veit Heiduschka mit seiner Firma WEGA-Film fast alle Kinowerke Hanekes alleine oder mit Partnern zusammen finanziert, darunter Filme wie "Funny Games", Die Klavierspielerin", "Das weiße Band", "Amour" und zuletzt "Happy End". Auch Filme von Paulus Manker, Michael Kreihsl, Elisabeth Scharang und Fritz Lehners "Jedermanns Fest" sind unter der finanziellen Obhut von Veit Heiduschka enstanden. Am kommenden Sonntag feiert Heiduschka seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass hat das Filmarchiv Austria eine Retrospektive mit Veit Heiduschkas Filmen zusammengestellt, die von heute an bis zum 27. Juni im Wiener Metro-Kino zu sehen ist.

  • Anne Clark im Filmporträt

    Sie gilt als Pionierin der Spoken Word Kunst, als New Wave und Punk-Vertreterin der ersten Stunde. Die im Londoner Stadtteil Croyden geborene Anne Clarke zählte mit Depeche Mode zur ersten Welle des neuen Sounds aus London. Ihre Texte waren poetisch und schroff, die Musik hart und maschinell. Clark tritt immer noch auf, wenn auch mittlerweile in gediegenerem Rahmen als in den Punk-Clubs ihrer Anfangstage. Der deutsche Regisseur Claus Withopf hat die Sängerin zehn Jahre lang begleitet und daraus das Filmporträt "Anne Clark - I'll Walk Out Into Tomorrow" gestaltet.

  • Details zum Steirischen Herbst unter neuer Leitung

    Die neue Intendantin des Steirischen Herbstes, Ekaterina Degot, hat Details und eine Künstlerliste zu ihrem ersten Programm bekannt gegeben. Medienübergreifende Projekte - zwischen bildender Kunst, Performance, Installation, Tanz, Film - stehen noch mehr im Vordergrund als bisher. Das Festival wird wie ein Parcours durch Graz angelegt. Es werden auch neue Orte bespielt, vor allem in den Bezirken Gries und Lend jenseits der Mur. So manches passiert im öffentlichen Raum, etwa auch auf der Schlossbergstiege.
    Ekaterina Degot, Kunsthistorikerin und Kuratorin, geboren 1958 in Moskau, hat vor dem Steirischen Herbst die Akademie der Künste der Welt geleitet.

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