Daniel Kehlmann

DPA/ARNE DEDERT

Daniel Kehlmanns Komödie über den Literaturbetrieb

"Der Mentor" von Daniel Kehlmann. Mi: Franz Xaver Kroetz, Ilja Richter, Christian Bach, Stephanie Schönfeld, Musik: Martin Zrost, Regie: Götz Fritsch. Prod. MDR/WDR/ORF, 2014

Im Rahmen des sogenannten "Mentor"-Projekts - von der ausrichtenden Stiftung bestens bezahlt - sollen der einst gefeierte Dramatiker Benjamin Rubin und der Nachwuchsautor Martin Wegner eine Woche lang an Wegners neuem Stück arbeiten. Rubin, seine Allüren pflegend und wenig umgänglich, missbehagt die "Literaturförderung", er kann jedoch das Honorar mehr als gebrauchen.

Auch Wegner verspricht sich vom Zutun des "Altmeisters" nicht allzu viel, bestenfalls Protektion. Dafür ist seine Frau Gina umso eher bereit, dem "großen alten Mann" die Bewunderung zu zollen, derer er dringend bedarf. Dass er am Stück ihres Mannes kein gutes Haar lässt, bringt sie in eine Zwickmühle. Martin verlangt den Offenbarungseid: ob sie an ihn als Schriftsteller glaubt oder nicht. Und dann reist er auch noch ab, gekränkt, wie er ist. Rubin könnte triumphieren, hätten die Peinlichkeiten in dieser Komödie nicht einen sehr ernsten Grund: die existentielle Abhängigkeit davon, anerkannt, nein: geliebt zu werden.

Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, zählt seit seinem Roman "Die Vermessung der Welt" (2005) zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern. Zuletzt erschienen: "Tyll", ein Epos aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs.

Service

Aus rechtlichen Gründen kann diese Sendung nicht zum Download angeboten werden.

Sendereihe

Übersicht

Mehr dazu in oe1.orf.at

DER MENTOR

Mehr Informationen zu diesem Hörspiel finden Sie in der Hörspiel-Datenbank