Atominstitut, Außenansicht

ORF/ANNA SOUCEK

Atomforschung neben Kleingärten

1962 - Atominstitut Prater

Der Atomreaktor ist das Herzstück von Österreichs einziger nuklearer Forschungseinrichtung, dem Atominstitut der Technischen Universität Wien im Prater. Auf dem ehemaligen Standort eines k. k. Fouragedepots, das Futter für Armeepferde lagerte, wurde 1962 der "TRIGA Mark II" in Betrieb genommen. So heißt der Reaktor des Herstellers General Atomics in der Fachsprache der Atomphysiker - er gilt als "extrem sicher", erläutert Helmuth Böck, jahrzehntelang Betriebsleiter des Atominstituts im Prater, bei einer Führung.

Die Anlage liegt neben einer Kleingartensiedlung. An der Grundstücksgrenze ist ein Strahlungsdetektor installiert, der ein Überschreiten der gesetzlichen Grenzwerte sofort registriert und an die zentrale Strahlenschutzbehörde weiterleitet. Seit Inbetriebnahme ist das noch nie passiert.

Die Reaktorhalle in dem sonst eher nüchternen Bau ist vor allem auf Grund ihrer Dimensionen beeindruckend: Mit ihren 20 Metern Höhe und mit einer über die gesamte Hallenbreite verlaufenden Glasfront, ist sie das Zentrum des von den Architekten Wilhelm Legler und Fritz Purr geplanten Gebäudes. Die Fertigstellung im Jahr 1962 erlebte Wilhelm Legler nicht mehr - er verstarb zwei Jahre davor.

Architektur: Wilhelm Legler, Fritz Purr
Eröffnung: 1962
Adresse: 1020 Wien, Stadionallee 2

Service

Mit der Sendereihe "Hundert Häuser" wird eine Geschichte Österreichs anhand seiner Architektur erzählt - vom Jahr 1918, in dem am 12. November die Erste Republik ausgerufen wurde, bis zur Gegenwart. Für jedes Jahr steht ein historisch bedeutendes, architektonisch spannendes oder eine Epoche prägendes Bauwerk, das in jeweils einem Radiobeitrag porträtiert wird. Zu hören ist die hundertteilige Reihe von Montag bis Donnerstag um 17:25 Uhr, von Mitte Mai bis 12. November 2018.

Atominstitut der TU Wien

Sendereihe

Gestaltung

  • Rafael Kopper

Übersicht

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