Nordkorea-USA: Was kommt nach dem Gipfel?

Lächelnde Gesichter, ein freundlicher Händedruck und ein begeisterter US-Präsident: Auf dem vierstündigen Gipfeltreffen in Singapur wurde ein Abkommen unterschrieben, in dem der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un die vollständige Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel in Aussicht stellt. Doch für dieses ehrgeizige Ziel fehlt jeglicher Zeit- oder Fahrplan, zudem wurden ähnliche Zusagen in der Vergangenheit des öfteren gemacht und dann wieder zurückgezogen. Was sonst noch erreicht wurde: US-Präsident Donald Trump kündigte an, die US-Militärmanöver mit Südkorea zu beenden, die Sanktionen bleiben seinen Worten zufolge aber vorerst in Kraft.

Was also hat der schon im Vorfeld als historisch bezeichnete Gipfel konkret gebracht? Wie groß sind die Chancen auf eine nachhaltige Entspannung der Lage und auf einen Friedensvertrag zwischen Nord- und Südkorea? Und wie passt Trumps neue Sympathie für das kommunistische Regime in Pjöngjang zu seinen sonstigen außenpolitischen Querschüssen, etwa jüngst am G7-Gipfel in Kanada?


Darüber diskutieren:

Eric Frey, Der Standard
Heinz Gärtner, Sicherheitsexperte, Internationales Institut für den Frieden
Hannelore Veit, ORF Washington

Diskussionsleitung: Elisa Vass

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