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Rahel Jaeggi - Im Gespräch

"Ohne Fortschritt geht es nicht" - Günter Kaindlstorfer im Gespräch mit Rahel Jaeggi, Philosophin

Die Berliner Philosophin Rahel Jaeggi gehört zu den profiliertesten Vertreterinnen der zeitgenössischen "Kritischen Theorie". In ihrem Denken setzt sich die 51-jährige vor allem mit Begriffen wie "Ideologie", "Entfremdung" und "Solidarität" auseinander - aber auch mit der Frage, wie Philosophie in Zeiten der großen neoliberalen Erzählung wieder gesellschaftskritische Wirksamkeit entfalten kann.

In ihrem neuen Buch "Fortschritt und Regression" plädiert Rahel Jaeggi dafür, einen tragfähigen neuen Fortschrittsbegriff zu etablieren. Den gegenwärtig grassierenden Kulturpessimismus, der autoritären und rechtsradikalen Tendenzen Vorschub leistet, gelte es mit einem neuen materialistischen Fortschrittskonzept entgegenzutreten.

Im Gespräch mit Günter Kaindlstorfer entwirft Rahel Jaeggi, Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin, aber nicht nur einen zeitgenössischen Fortschrittsbegriff, sondern spricht auch über ihr Verhältnis zu Karl Marx, über die Krise der politischen Linken, die zunehmende Verschulung an den Unis und die prägenden Jahre, die sie als jugendliche Aktivistin in der Berliner Hausbesetzerszene verbracht hat.

Service

Rahel Jaeggi, "Kritik von Lebensformen", Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, 2013
Rahel Jaeggi, "Entfremdung - Zur Aktualität eines sozialphilosophischen Phänomens", Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, 2016
Rahel Jaggi (Hrsg) und Daniel Loick (Hrsg), "Nach Marx - Philosophie, Kritik, Praxis", Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, 2013
Rahel Jaeggi, "Fortschritt und Regression", Suhrkamp, erscheint im Oktober 2018

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