Depressive Frau am Arbeitsplatz

DPA/OLIVER BERG

Krank durch Kränkung

Wie Verbitterung das Leben vergiften kann
Von Sabrina Adlbrecht

Konflikte in der Arbeit, eine Kündigung, das Ende einer Beziehung, ein Vertrauensbruch - das Leben ist voll von Kränkungen, größeren und kleineren. Einige davon werden in der Psyche unter "Erfahrungen" abgelegt und können uns sogar stärker machen; andere werfen uns völlig aus der Bahn.

Meist gelingt es, gröbste seelische Verletzungen und die damit einhergehende Verbitterung zu überwinden.
Doch manche Menschen scheitern daran, negative und kränkende Erlebnisse emotional zu verarbeiten. Wenn Verbitterung chronisch wird und das ganze Leben vergiftet, liegt eine ernste psychische Erkrankung vor.

Zu Verbitterungsstörungen kommt es vor allem dann, wenn Werte erschüttert werden, die Menschen besonders wichtig sind: Verlässlichkeit, Solidarität oder Gerechtigkeit. Und sie können ganze Gesellschaften erfassen und betreffen längst nicht nur sozial Benachteiligte.

Sendereihe