Brauchtum - bewahren, erhalten, erneuern?

Von Krampussen, alpinen Ringern und der Sonnwendhex'. Bräuche zwischen Tradition und Folklore

Bräuche sind Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. In vergangenen Zeiten strukturierten sie einerseits den Jahreszyklus - vom Aperschnalzen bis zum Bleigießen - und anderseits das Leben der Menschen - vom Storch bis zur Totensemmel. Manche Bräuche gerieten in Vergessenheit, andere wurden wiederbelebt und in die heutige Zeit transferiert. So sind Krampus-Umzüge vielerorts zu einem riesen Event mutiert - inklusive Absperrgittern, Nebelmaschine und professionellem Kamerateam. An die bösen Geister, die die Maskenträger ursprünglich vertreiben sollten, glaubt heute vermutlich niemand mehr. Warum pflegen Menschen Bräuche aus längst vergangenen Zeiten und Glaubenswelten. Und wie verbinden sie diese mit ihrem Leben im 21. Jahrhundert? Über alte und neue Funktionen von Bräuchen, über das Verbindende und das Ausgrenzende. Eine Spurensuche.

Gestaltung: Johanna Steiner

Service

Salzburger Rangglerverband

Literaturhinweise:

Ebner, Johannes (2017): Tradition ohne Vergangenheit. Zur sozialen Neudefinition von alpinen Maskenbräuchen. Springer Verlag.

Heim, Günther (2014): Hundstoa Ranggeln. Mythos Kult Tradition. Tauriska Verlag.

Hobsbawm, Eric / Ranger, Terence (1983): The Invention of Tradition.

Sendereihe