Strand mit Steg, Jesolo

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

René Freund fährt mit dem Linienbus ans Meer

"Ans Meer". Von René Freund. Es liest Heikko Deutschmann. Gestaltung: Daniela Wagner.

Anton ist Busfahrer. Als Kind war das sein Traumberuf, doch aus dem Traum wurde ein Routine-Job der nicht viel mit den Vorstellungen des kleinen Jungen von damals zu tun hat. Anton ist alleinstehend, hat eine überfürsorgliche Mutter, einige Kilos zu viel auf den Rippen und bis jetzt ist sein Leben in überschaubaren Bahnen verlaufen. Bis jetzt, denn: Anton hat sich verliebt und zwar in seine Nachbarin Doris. Auch die hübsche Doris scheint von dem gutmütigen Anton angetan zu sein. Zaghaft und langsam nähern sich die beiden einander an.

Und es gibt noch etwas, das Antons Leben ganz plötzlich aus der gewohnten Bahn wirft: Carla, eine krebskranke Frau, möchte in Begleitung ihrer elfjährigen Tochter noch einmal ans Meer fahren. Und zwar sofort. Anton soll sie in seinem Linienbus hinbringen. Es ist heiß und die Gedanken rasen durch Antons Kopf. Was soll er nur tun? Kein vernünftiges Argument scheint bei Carla anzukommen.

Der Autor René Freund wurde 1967 in Wien geboren und lebt heute in Grünau im Almtal. Freund schreibt Romane, Theaterstücke und Sachbücher und wurde mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erschienen die Bücher "Niemand weiß, wie spät es ist" (Deuticke, 2016), die Familiengeschichte "Mein Vater, der Deserteur" (Deuticke 2014) und der Roman "Liebe unter Fischen" (Deuticke, 2013).

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René Freund. "Ans Meer". Deuticke. 2018.

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