Lehre: Internationales Erfolgsmodell, österreichisches Stiefkind

Die duale Ausbildung wird international bewundert, zu Hause hat die Lehre allerdings ein schlechtes Image.
Gestaltung: Clara Peterlik

Der Streit um die Zukunft von etwas mehr als 1.000 Asylwerbern, die gerade in österreichischen Betrieben eine Lehre machen, bringt das Thema Lehre aus der medialen Versenkung. Während unzählige Debatten über Schulversuche geführt werden oder etwa die Beispiele der Zentralmatura breit medial diskutiert werden, bleibt es meist überraschend still um die Lehre, wie sie sich verändert und in welche Richtung sie gehen sollte.
Durch die gute Wirtschaftskonjunktur und die demographisch schwachen Jahrgänge der derzeit 15-jährigen ist es zu einem Lehrlingsmangel gekommen. Knapp 40 Prozent der 15jährigen entscheiden sich jedes Jahr für eine Lehre. Zuletzt ist diese Zahl kontinuierlich leicht zurückgegangen, heuer steigt sie erstmals wieder an. Das reicht aber noch nicht, um den Bedarf vieler Betriebe zu decken. Die Wirtschaftsministerin kündigt eine Lehrlings-Offensive an, die WKO wirbt um Lehrlinge. Wie sehen die betroffenen Jugendlichen das selbst: Führt der Mangel zu einer Aufwertung des Lehrberufs?

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