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Die Netzwächter vom Rhein

Zu Besuch im Cyber-Defense-Center der Deutschen Telekom
Von Sven Ahnert

Im April 2014 hat das Cyber-Defense-Center der Deutschen Telekom seine Arbeit aufgenommen. Rund 200 Menschen kümmern sich dort um die Abwehr weltweit lancierter Cyberattacken. Eine Milliarde sicherheitsrelevanter Daten analysiert die Cyberabwehr der Telekom jeden Tag nahezu vollautomatisiert. In einem ehemaligen Verwaltungsbau in Bonn ist die Leitzentrale untergebracht. Auf Großbildschirmen werden die Angriffe dramatisch und in Echtzeit visualisiert. Spezielle Sensoren erfassen Verhaltensmuster von Hackern.

Alles geschieht im Auftrag privater Kunden, denn das Abwehrcenter ist keine staatliche Behörde, sondern ein kommerzieller Akteur. Trotzdem wird eng mit staatlichen Behörden, wie dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der Polizei zusammengearbeitet. Zur Kundschaft zählen Dax-Unternehmen und mittelständische Betriebe, die sich eine eigene Cyber-Abwehr nicht leisten können. Aber die Netzwächter in Bonn verstehen sich auch als technologische Weiterentwickler.

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