Robert Menasse

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Der Schriftsteller Robert Menasse über seinen Glauben

"Was glauben Sie?". Für seinen Roman "Die Hauptstadt" hat Robert Menasse vier Jahre lang in Brüssel recherchiert und wurde dafür 2017 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Mitten in der Periode des österreichischen EU-Rats-Vorsitzes hat Johannes Kaup Robert Menasse besucht und ihn zu seinen Grundüberzeugungen und seinem Verhältnis zum Glauben gefragt. - Gestaltung: Johannes Kaup

Er war einst einer der größten Kritiker der Europäischen Union und zählt heute zu den glühendsten Verfechtern eines sich ständig vertiefenden Europäischen Projekts: Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse. Als akribisch recherchierender Autor und als streitbarer Denker gilt Menasse als einer, der sich pointiert und öffentlichkeitswirksam in den gesellschaftspolitischen Diskurs unserer Tage einzumischen versteht.

1954 in Wien geboren, studierte Menasse in Salzburg und Wien Philosophie, Geschichte und Germanistik. Er wurde zum Mitbegründer der Studentenzeitschrift "Zentralorgan herumstreunender Germanisten". Seine Dissertation schrieb er über den "Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb". In den 1980er Jahren war er Lektor am Institut für Literaturtheorie in Brasilien. Seit seiner Rückkehr nach Wien lebt und arbeitet Menasse als freier Schriftsteller.

Schon 2012 hat sich Menasse mit der antinationalistischen Streitschrift "Der Europäische Landbote" als ein fakten- und geschichtskundiger Kenner der politischen Inhalte, Abläufe und Ziele der Europäischen Union erwiesen. Für seinen Roman "Die Hauptstadt" hat er vier Jahre lang in Brüssel recherchiert und wurde dafür 2017 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Mitten in der Periode des österreichischen EU-Rats-Vorsitzes hat Johannes Kaup Robert Menasse besucht und ihn zu seinen Grundüberzeugungen und seinem Verhältnis zum Glauben gefragt.

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