Tai Chi und Qi Gong

Mehr als Gymnastik - Die Bewegungskünste Tai Chi und Qi Gong +++ Spiritualität am Lebensabend - Glauben alte Menschen anders? +++ Die Hölle. Kulturen des Unerträglichen - Bericht vom Philosophicum Lech +++ Wenn nur das ganze Volk zu Propheten würde - Bibelessay zu Num 11, 25 - 29. - Moderation: Martin Gross

1. Mehr als Gymnastik - Die Bewegungskünste Tai Chi und Qi Gong

Meditation in Bewegung - so könnte man die asiatischen Bewegungskünste Tai Chi und Qi Gong beschreiben. Ursprünglich zum Zweck des Kämpfens entwickelt wurden die einzelnen Sequenzen immer mehr verlangsamt - sodass es jetzt um das Einüben in Achtsamkeit geht und nicht mehr um das Überwinden eines Gegners.
In Wien werden Tai Chi und Qi Gong unter anderem im Shaolin-Tempel im 5. Bezirk praktiziert. Brigitte Krautgartner war dabei und hat Wissenswertes über die Wirkungsweise dieser Bewegungskünste eingefangen.
Eine Reportage zur Abrundung des ORF Schwerpunkts "Bewusst gesund: Stressfrei durch Bewegung".


2. Spiritualität am Lebensabend - Glauben alte Menschen anders?

Jeder Lebensabschnitt eines Menschen stellt diesen vor verschiedene Aufgaben und in unterschiedliche Szenarien. Mit der - hoffentlich - wachsenden Reife und Lebenserfahrung wandelt sich auch die Spiritualität religiöser Menschen. Auch das nahende Lebensende rückt Fragen in den Mittelpunkt, die bislang minder wichtig waren oder mit leichter Hand beiseitegeschoben werden konnten: Habe ich ein sinnerfülltes Leben gelebt, wird meine Existenz mit meinem Tod ausgelöscht, oder gibt es ein Weiterleben? Judith Fürst hat mit zwei betagten Menschen darüber gesprochen, die auch in jungen Jahren gläubig, in dem Fall katholisch, waren: mit Sr. Petronilla Herl von den franziskanischen Schulschwestern und mit Helmut Krätzl, dem emeritierten Weihbischof der Erzdiözese Wien. Ein Beitrag zum Internationalen Tag der älteren Menschen, der am 1. Oktober stattfindet und 1990 von der UNO initiiert wurde, um den Gewinn, den ältere Menschen für das gesellschaftliche Zusammenleben darstellen, zu würdigen.


3. Die Hölle. Kulturen des Unerträglichen - Bericht vom Philosophicum Lech

Das heurige Philosophicum Lech hatte ein infernalisches Thema: Die Hölle. Das ursprünglich religiös gedachte Modell der Hölle wurde immer mehr zur Metapher, mit der im Alltag und in der Geschichte jene Situationen beschrieben werden, die als unzumutbar, quälend, letztlich unerträglich empfunden werden. Allerdings: In jeder Hölle steckt noch ihr religiöser Kern. Die Höllenqualen, die sich Menschen ausgemalt haben, waren auch Dokumente eines frühen Bewusstseins von Gerechtigkeit. Der Böse, der der irdischen Gerichtsbarkeit entkommen konnte, sollte wenigstens im Jenseits dafür büßen. Die Hölle und ihre Bilder sind selbst zu einer Quelle der Kultur geworden, von Dantes "Inferno" bis zu Don Giovannis Höllenfahrt, auch religiöse Kunst kommt nicht ohne Hölle aus, - ohne Hölle und Höllenfahrten wären Literatur, Kunst und Musik um einiges ärmer. Johannes Schmidle hat sich auf dem Philosophicum Lech umgehört.


4. Wenn nur das ganze Volk zu Propheten würde - Bibelessay zu Num 11, 25 - 29

Was in den römisch-katholischen Messen am 26. Sonntag im Jahreskreis als erste Lesung vorgesehen ist, hat es - allerdings erst auf den zweiten Blick - in sich. Göttlicher Geist lasse sich weder zähmen noch einengen, er lege sich auf alle Menschen, egal, ob Amtsträger, Mann oder Frau. So erklärt der katholische Theologe, Psychotherapeut und Autor Franz Joseph Weißenböck die Szene aus dem vierten Buch Mose, dem sogenannten Buch Numeri, im Ersten Testament der Bibel für LEBENSKUNST: Es bedarf innerhalb und außerhalb der Kirche(n) offener Ohren und offener Herzen für Propheten - und Prophetinnen.

Service

Buch, Helmut Krätzl, "Geschenkte Zeit. Von der Kunst älter zu werden", Tyrolia Verlag

Bibelessay zu Num 11, 25 - 29
Shaolin Tempel Kultur Zentrum
Philosophicum Lech

Sendereihe

Gestaltung

Übersicht

Playlist

Komponist/Komponistin: Johann Sebastian Bach/1685 - 1750
Gesamttitel: MESSE IN H-MOLL BWV 232 für Soli, Chor, Orchester und Orgel / 2.Teil
Titel: 1. Credo in unum Deum / Nr.12 Chor (00:01:56)
CREDO < SYMBOLUM NICENUM > (00:28:25)
Populartitel: Hohe Messe
Solist/Solistin: Maria Venuti /Sopran
Solist/Solistin: Cornelia Kallisch /Alt
Solist/Solistin: Christoph Pregardien /Tenor
Solist/Solistin: Anton Scharinger /Baß
Chor: Arnold Schönberg Chor
Orchester: Salzburger Barockensemble
Leitung: Erwin Ortner
Länge: 01:56 min
Label: Koch 312512 Y8 (2 CD)

Komponist/Komponistin: Franz Schubert/1797 - 1828
Album: GEISTLICHE MUSIK VON SCHUBERT UND MENDELSSOHN / MESSE, PSALM
* Nr.1 Kyrie (00:05:18)
Titel: Messe Nr.5 in As-Dur DV 678 für Soli, Chor und Orchester
Anderssprachiger Titel: Missa solemnis
Solist/Solistin: Anna Korondi /Sopran
Solist/Solistin: Anke Vondung /Mezzosopran
Solist/Solistin: Andreas Karasiak /Tenor
Solist/Solistin: Kay Stiefermann /Bariton
Chor: RIAS Kammerchor
Orchester: Orchestre des Champs Elysees
Leitung: Philippe Herreweghe
Länge: 05:18 min
Label: harmonia mundi HMC 901786

Komponist/Komponistin: Johann Hermann Schein/1586 - 1630
Textdichter/Textdichterin, Textquelle: Bibel AT, Psalm 90, 10
Album: ISRAELSBRÜNNLEIN / FONTANA D'ISRAEL (Leipzig 1623) / AUSWAHL
Titel: Unser Leben währet siebnzig Jahr - Nr.15 / Chor (SSATB) u. Continuo
Anderssprachiger Titel: FONTANA D'ISRAEL / ISRAELS BRÜNNLEIN / AUSWAHL
siebzig
Chor: Dresdner Kammerchor
Ausführender/Ausführende: Stefan Maass /Laute
Ausführender/Ausführende: Friedhelm Rentzsch /Violoncello
Ausführender/Ausführende: Christine Hesse /Orgel
Leitung: Hans Christoph Rademann
Länge: 03:26 min
Label: Carus 83153

Komponist/Komponistin: W. Herbert Brewster
Album: QUEEN ESTHER MARROW / THE HARLEM GOSPEL SINGERS
Titel: Move on up/live
Solist/Solistin: Queen Esther Marrow /Gesang m.Begl.
Ausführende: The Harlem Gospel Singers /Gesang m.Begl.
Länge: 03:30 min
Label: Edelton 0028702 EDL

Komponist/Komponistin: Cristobal De Morales/1500 - 1553
Gesamttitel: KARL V. Mille Regretz. La Canción del Emperador
Titel: Circumdederunt me gemitus mortis
Ausführende: Hesperion XXI
Leitung: Jordi Savall
Länge: 01:51 min
Label: ORF CD 245

Komponist/Komponistin: Georg Philipp Telemann
Titel: Trio für Blockflöte, Viola und Continuo in F-Dur
* Mesto - 2.Satz (00:01:33)
Solist/Solistin: Michala Petri /Blockflöte
Solist/Solistin: Pinchas Zukerman /Viola
Solist/Solistin: Charles Ullery /Fagott
Länge: 00:40 min
Label: Philips 4202432

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