Das Ö1 Konzert

Berliner Philharmoniker, Dirigent: Kirill Petrenko; Yuja Wang, Klavier. Paul Dukas: La Péri. Poème dansé en un tableau pour orchestre Sergej Prokofjew: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 C-Dur op. 26 Franz Schmidt: Symphonie Nr. 4 C-Dur (aufgenommen am 30. August im Kultur und Kongresszentrum Luzern im Rahmen des "Lucerne Festival 2018"). Präsentation: Renate Burtscher

Was gibt es Schlimmeres für Eltern, als wenn das eigene Kind vor ihnen stirbt? Der österreichische Komponist Franz Schmidt, einer der letzten Romantiker, musste diese traumatische Erfahrung machen, als seine einzige Tochter Emma im März 1932 zu Tode kam. Mit seiner Vierten Sinfonie komponierte er daraufhin eine Art Requiem, das elegische Klagegesänge anstimmt, einen ausgreifenden Trauermarsch präsentiert und am Ende den Abschied zelebriert: "ein Sterben in Schönheit", wie Schmidt sagte, "wobei das ganze Leben noch einmal vorüberzieht". Kirill Petrenko wird mit den Berliner Philharmonikern dieses selten gespielte Werk aufführen.

Zuvor interpretiert die chinesische Hypervirtuosin Yuja Wang Sergej Prokofjews beliebtestes Klavierkonzert, das muntere Dritte. Am Anfang aber steht ein Ausflug in die persische Märchenwelt: mit Paul Dukas’ Ballettmusik zu "La Péri" aus dem Jahr 1911, in der es um eine gute Fee geht, halb Engel, halb Mensch. Und dieses impressionistisch angehauchte Stück muss sich hinter Dukas’ populärem "Zauberlehrling" keineswegs verstecken...
(Lucerne Festival)

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