Kunst und Widerspruch

Heinz Sichrovsky: Betrachtungen eines Unkorrekten
Leander Kaiser: Buch und Ausstellung

Heinz Sichrovsky: Betrachtungen eines Unkorrekten

Heinz Sichrovsky, Kulturkritiker und Fernsehmoderator, ist gerne unkorrekt. Nicht, weil er so ein schlechter Charakter wäre, betont er, sondern weil die Gesellschaft um ihn herum in einen fatalen Korrektheitswahn verfallen sei. Nichtrauchergesetze, die Zentralmatura, das Binnen-I, der Fahrradkult, die Bio-Heuchler. All das veranlasst Heinz Sichrovsky zu einer vehementen Gegenhaltung. In seinem eben erschienenen Buch "Betrachtungen eines Unkorrekten" versammelt er Texte und Glossen, die von politischer Korrektheit weit entfernt sind und immer wieder auch die viel zitierten Grenzen des "guten" Geschmacks überschreiten.- Gestaltung: Hanna Ronzheimer


Leander Kaiser: Buch und Ausstellung

"Hildegard Stöger trifft Leander Kaiser". Unter diesem Titel stellen die beiden Künstler und Lebenspartner erstmals in Wien gemeinsam ihre Bilder aus. Die Vernissage findet heute Abend in der Galerie Gerersdorfer statt. Morgen wird im MUSA - wo auch einige wichtige Werke Leander Kaisers lagern - das Buch "Geste und Konstrukt. Malerei 1963-2017" über sein Lebenswerk präsentiert. Der Band mit gut 750 Abbildungen gibt samt Werkverzeichnis auf 250 Seiten einen Überblick über das Schaffen des Malers und Philosophen. In sieben Essays unterschiedlicher Autoren wird die künstlerische und intellektuelle Sonderstellung seiner Werke untersucht.
1947 in Innsbruck geboren, wird früh Kaisers bildnerische Begabung erkannt. Er studiert zunächst in Wien an der Akademie der Bildenden Künste, arbeitet anfangs expressionistisch, später figural. Dann bricht er das Studium ab, studiert Philosophie und engagiert sich in der 68er Bewegung.1969 gründet er - unter anderem mit dem Schriftsteller Robert Schindel - die politische, künstlerische und theoretische "Gruppe Hundsblume", als Opposition zum Aktionismus der Studentenbewegung. 1981 beginnt er nach acht Jahren wieder zu malen und vertieft sich in Landschafts-Studien. Ende der 90er Jahre werden seine Bilder wieder politischer, ohne vordergründig Botschaften transportieren zu wollen, so Leander Kaiser. Damit würde man Betrachtern individuelle Begegnung ermöglichen, in der sich das Werk schlussendlich vollzieht.- Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer




Service

Verlag Überreuter
Leander Kaiser im Verlag der Provinz
Galerie Gerersdorfer

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