Polit-Farce am Akademietheater +++ Anti-Wohlfühlkunst

1. "Der Kandidat"
2. Bruce Nauman Retrospektive

Beiträge

  • "Der Kandidat"

    " Der Kandidat" aus dem Jahr 1914 hat heute Abend im Wiener Akademietheater Premiere. Es ist eine politische Farce über einen Banker, der in die Politik geht. Autor ist der deutsche Autor Carl Sternheim, ein Zeitgenosse Thomas Manns und Frank Wedekinds, dessen antibürgerliche Stücke wie "Die Hose" oder "Der Snob" bis in die achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts noch oft auf den Spielplänen standen, heute aber weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Regie führt Georg Schmiedleitner, der zuletzt für die Salzburger Festspiele und das Burgtheater "Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus inszeniert hat. Er gilt als Spezialist für österreichisches Repertoire, und da ganz besonders für Nestroy.

  • Bruce Nauman Retrospektive

    "Disappearing Acts" heißt eine Bruce-Nauman-Retrospektive, die von 1. November bis Februar im MOMA New York - genauer gesagt im PS1 gezeigt wird. Sie veranschaulicht, dass Bruce Nauman bis heute kein "Wohlfühlkünstler" ist. Schon 1973 irritierte er mit einer Lithografie, auf der "Pay Attention Motherfucker" steht. Nauman hat mit seinen Werken eine "Revolution der Seh- und Empfindungsgewohnheiten" ausgelöst, wie Harald Szeemann es einmal formulierte. Nauman beschäftigt sich vorwiegend mit Fragen der menschlichen Sinneswahrnehmung - wobei er den Betrachter oft mit irritierenden bis schockierenden Erfahrungen konfrontiert.

  • Konzert: Go Go Penguin

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