Der Körper als Special-Effect-Maschine

Florentina Holzinger im Gespräch mit Judith Hoffmann

Die in Wien geborene Florentina Holzinger zählt derzeit zu den gefragtesten Choreografinnen und Performance-Künstlerinnen im zeitgenössischen Tanz. Nach ihrer Ausbildung an der Amsterdamer School for New Dance Development reüssierte Holzinger ab 2011 zunächst mit ihrem Bühnenpartner Vincent Riebeek und gemeinsamen Arbeiten wie "Kein Applaus für Scheiße", "Wellness" oder "Schönheitsabend", bevor sie ihre ersten Soloshows auf die Bühne brachte. In ihren ebenso sinnlichen wie kompromisslosen Inszenierungen haben Spitzentanz und Kampfkunst, klassische Musik und Körperflüssigkeiten gleichermaßen Platz auf der Bühne. Ihre jüngste Arbeit "Apollon" ist für den Nestroy 2018 in der Kategorie "Spezialpreis" nominiert. Holzinger spricht unter anderem über verstaubte Geschlechterrollen im klassischen Ballett und Sexismus und Machtmissbrauch im zeitgenössischen Tanz. Sie erzählt, wie sie ihren Körper als Special-Effect-Maschine für die Bühne trainiert, welchen Titel sie Jan Fabres neuer Produktion verpassen würde und was das Sprechtheater mit dem Pornokino gemeinsam hat.

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