Großer Anker

AFP/BORIS HORVAT

Demokratie als Überlebenskonzept

Die Politkwissenschafterin Judith Shklar.
Gestaltung: Michael Reitz

Die Werke der in Riga geborenen US-amerikanischen Politikwissenschafterin Judith Nisse Shklar (1928 - 1992) gelten im englischsprachigen Raum als Schlüsseltexte moderner politischer Theorie. Hierzulande ist sie kaum bekannt, da ihre Texte erst seit kurzer Zeit nach und nach ins Deutsche übersetzt werden.

Judith Shklar geht u.a. der Frage nach, was Rechte in einer liberalen Demokratie zu bedeuten haben, und welche Rolle die Freiheit von Furcht dabei spielt. Ihr geht es nicht darum, Utopien zu entwerfen oder wehmütig auf die Urtexte der Demokratie zu verweisen, nach denen man sich richten sollte. Vielmehr heißt es bei ihr, dass liberale Demokratien nicht Projekte zur Verbesserung der Menschheit sind, sondern die bisher besten Überlebenskonzepte von und für Gemeinschaften.

Liberale Demokratien, so ihre These, zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie mit dem Schlimmsten rechnen, ohne gleich in Panik oder autoritäre Muster zu verfallen.

Ein Lehrstück in Sachen Robustheit von Demokratien von Michael Reitz.

Service

Bücher von Judith Shklar:

Der Liberalismus der Furcht (2013)
Ganz normale Laster (2014)
Der Liberalismus der Rechte (2017)

alle erschienen bei Matthes und Seitz

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