"Gesellschaftlich relevante Themen" in Kunst, Fotografie und Film

1. Otto Mauer-Preis an Anna Witt
2. "Movement in feminism" im Belvedere 21
3. "Peace" - Die weltbesten Jugendfotos zum Thema Frieden
4.. Debra Granik über ihren Film "Leave No Trace"

Beiträge

  • Otto-Mauer-Preis an Anna Witt

    Seit 1981 wird der Otto-Mauer-Preis an junge zeitgenössische Künstler verliehen. Heuer geht die mit 11.000 Euro dotierte Auszeichnung an die in Wien lebende Deutsche Anna Witt. In ihren Performances und Videoinstallationen spürt sie den Spannungen in der Gesellschaft nach, in japanischen Kleinstädten, aber genauso etwa auf dem Berliner Straßenstrich. Von Februar bis Mai hatte Witt eine Einzelausstellung im 21er-Haus in Wien, das seit Anfang dieses Jahres den Namen "Belvedere 21" trägt.

  • "Movement in feminism" im Belvedere 21

    Das Belvedere 21 widmete sich im vergangenen Ausstellungsjahr auch dem gesellschaftlichen Wendejahr 1968 und der Frage, was nach 50 Jahren davon übrig blieb. Unter dem Motto "Gemeinsame Wagnisse" wurde in Ausstellungen, Diskussionsrunden und Sonderveranstaltungen nach der Relevanz der 68er-Bewegung für die Gegenwart gefragt. Zum Abschluss dieses Schwerpunktes findet ab heute ein mehrtägiges Symposium im Belvedere 21 statt, das feministische Fragestellungen in den Blick nimmt.

  • Debra Granik über ihren Film "Leave No Trace"

    Erkundungen im amerikanischen Alltag prägen die Arbeiten der aus Massachusetts stammenden Regisseurin Debra Granik. So etwa den mehrfach oscarnominierten Film "Winter´s Bone" von 2011 oder im Dokumentarfilm "Stray Dog", der eine Gruppe von Vietnamkriegs-Veteranen porträtiert. Auch in "Leave no Trace", Graniks neuem Film geht es um die Folgen von Krieg. Ein Ex-Soldat findet nach einem Einsatz im Irak nicht mehr zurück in die Gesellschaft und lebt daher mit seiner Tochter in einem Wald, später zurückgezogen in einer Hütte. Für die 13-Jährige, die sozial weitgehend abgeschnitten ist, wird das zunehmend zu einem Problem, etwa in der Schule. Der Konflikt zwischen Vater und Tochter spitzt sich langsam aber sicher zu. Und so ist "Leave no Trace" neben der Ausleuchtung der sozialen Folgen amerikanischer Kriegstreiberei auch eine Emanzipationsgeschichte, die Debra Granik mit leisen Tönen und beschaulichen Bildern vorträgt.

  • "Peace" - Die weltbesten Jugendfotos zum Thema Frieden

    Mit dem Krieg aus einer historischen Perspektive befasst sich aktuell eine Ausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien, die bis zu 7.000 Jahre alte Artefakte kriegerischer Auseinandersetzungen zeigt. Im Rahmen der Ausstellung werden ab heute auch die jungen Preisträger des Alfred-Fried-Photography-Award präsentiert. Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 14 Jahren waren aufgerufen, das Thema Frieden in einem Foto sichtbar zu machen . Aus 847 Fotos wird nun eine Auswahl von 57 Arbeiten gezeigt. Namensgeber des Preises ist Alfred Fried, ein österreichischer Pazifist und Schriftsteller, der 1911 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Der Preis wird von der Photographischen Gesellschaft in Wien in Kooperation mit dem Österreichischen Parlament, der UNESCO, World Press Photo und anderen Institutionen vergeben.

Sendereihe