Graffiti vom Künstler Banksy von einer Friedenstaube mit schusssicherer Weste

EPA/JIM HOLLANDER

Ein bisschen Frieden?

Friedenskonzepte im Wandel. Gestaltung: Katrin Mackowski

Weltfrieden, Demokratie und Wohlstand werden von zerfallenden Staaten bedroht. Wird die Staatlichkeit nicht gerettet, ist auch das bisschen Frieden nicht mehr zu retten. Der Politikwissenschafter und Historiker Michael Wolfssohn plädiert darum für ein radikales Umdenken, weg vom traditionellen Staatenmodell, hin zu föderativen Systemen zur Sicherung von äußerem und innerem Frieden. Aber wie realistisch ist das im politischen Alltag einer multikulturellen Gesellschaft oder innerhalb von Staaten, in denen zwischen Völkern Feindschaft herrscht und Minderheiten um ihre Rechte kämpfen?

Und was bedeutet überhaupt Friede?
Gertraud Diendorfer und Susanne Reitmair-Juárez haben die Vergabe des Friedensnobelpreises analysiert. In Fallstudien zeigen sie, dass der Friedensbegriff von der Abwesenheit zwischenstaatlicher Kriege hin zu einem breiten Friedensbegriff, der innerstaatliche Faktoren wie Demokratie, sozioökonomische Gleichheit und Einhaltung von Menschenrechten berücksichtigt, einen stetigen Wandel durchmacht. Das Nobelkomitee zeichnete im Laufe der Zeit eine große Bandbreite von Friedenskonzepten mit dem Friedensnobelpreis aus. Ist nun dieser Preis aber wirklich mehr als Ausdruck einer politischen Utopie? Und welches gesellschaftliche Klima repräsentiert er?
Ein Salzburger Nachtstudio über Friedenskonzepte im Wandel, von Katrin Mackowski

Sendereihe

Gestaltung

  • Katrin Mackowski