Pop-Literat +++ Austro-Komödien +++ Kino-Provokateur

1. Stuckrad-Barre über Erfolg und seinen Preis
2. Filmarchiv: Blick auf österreichisches Komödienschaffen
3. Filmkolumne: Das Kino des Gaspar Noè

Beiträge

  • Stuckrad-Barre über Erfolg und seinen Preis

    Vor genau zwanzig Jahren veröffentlichte Benjamin von Stuckrad-Barre seinen Debütroman "Soloalbum". Der damals 23jährige landete damit nicht nur einen Bestseller, er wurde vom Feuilleton auch als der neue junge Pop-Literat gefeiert. Die folgenden Bücher kamen im Jahresrhythmus heraus, gleichzeitig bekam Stuckrad-Barre als TV-Moderator seine eigenen Sendungen. Der rasante Höhenflug hatte allerdings seinen Preis, schwere Alkohol- und Drogenprobleme waren die Folge. Die hat er mittlerweile nicht nur überwunden, sondern auch in seinem Buch "Panikherz" literarisch verarbeitet. Dieses Frühjahr ist das aktuelle Buch Stuckrad-Barres herausgekommen mit dem schönen und schön langen Titel "Ich glaub, mir geht's nicht so gut, ich muss mich mal irgendwo hinlegen". Darin schreibt er über Begegnungen mit Boris Becker oder Ferdinand von Schirach, daneben finden sich aber auch sehr persönliche autobiografische Texte. Heute und morgen Abend ist Benjamin von Stuckrad-Barre im Wiener WUK zu erleben.

  • Filmarchiv: Blick auf österreichisches Komödienschaffen

    Leichtfüßiges zum Jahresausklang offeriert das Wiener Filmarchiv mit der Retrospektive "ÖSTERREICH: EINE KOMÖDIE. Von der Stummfilmzeit bis heute", die ab heute Abend im Metro Kinokulturhaus zu sehen ist. Gezeigt werden rund 40 Filmkomödien in Kurz- und Spielfilmlänge aus mehr als 100 Jahren österreichischer Filmgeschichte, von frühen Stummfilmfragmenten aus den 1910er Jahren bis zu aktuellen Produktionen.

  • Filmkolumne: Das Kino des Gaspar Noè

    Er ist ein Filmemacher, der provoziert und polarisiert wie nur wenige andere im Gegenwartskino: der 54 jährige Gaspar Noè. Als 2002 sein Film "Irreversible" in Cannes Premiere hatte, verließen rund 200 Zuschauer nach einem brutalen Mord zu Beginn des Films den Saal, noch bevor jene zehnminütige Vergewaltigungsszene mit Monica Bellucci begann, die den eigentlichen Skandal um den Film auslöste. Das US Magazin "Newsweek" verpasste "Irreversible" den Titel "most walked out movie of the year". Aufgewachsen in Buenos Aires und New York, lebt Noè seit seiner Jugend in Frankreich. Zuletzt kam mit "Love" 2015 ein 3D Film mit zahlreichen expliziten Sexszenen in die Kinos. Und heute startet nun mit "Climax" der neue Noè in den österreichischen Kinos. Ein Film über ein Tänzerensemble, dessen Party in einem blutigen Drogenrausch endet. "Dämonisch inspiriert" schrieb der Guardian, "sexy Tanztheater" der Telegraph und "überschäumend wild" der Hollywood Reporter. Eine Reise durch die filmischen Welten des Gaspar Noè.

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