Künstliche Intelligenz

AFP/CARSTEN KOALL

Europas digitale Zukunft

EU-Pläne für Künstliche Intelligenz und Computer-Bildung +++ Parkinson-Früherkennung per Handy +++ Europäischer Aktionsplan für die Künstliche Intelligenz +++ Datenspuren und Verhandlungen zur E-Privacy-Reform

1. Europa digitalisieren und auch jene 50 Prozent Europäer an die neuen Technologien anschließen, die jetzt noch kaum damit umgehen können: das ist eines der Ziele, die die EU bei der ICT-Konferenz vergangene Woche in Wien ausgegeben bzw. bekräftigt hat. Mit rund 6.000 Teilnehmern ist die ICT eine der größten Digitalkonferenzen Europas. Die Politik nutzt sie vor allem als großen Schaukasten für ihre Digital-Pläne. Die Besucher wiederum, vor allem aus Forschung und Industrie, erfahren dort, wo neue Geldtöpfe aufgemacht werden und wohin die technologische Reise Europas geht. Franz Zeller mit Schlaglichtern.

2. Wohin die EU-Fördergelder aus dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation "Horizon 2020" derzeit fließen, davon konnte man sich bei der ICT 2018 in Wien selbst ein Bild machen. Im Fördertopf für 2014 bis 2020 waren insgesamt 75 Milliarden Euro, 3,5% davon fließen in Projekte für künftige und neu entstehende Technologien. Unter den geförderten Projekten ist etwa ein Programm, das Journalisten beim Identifizieren von gefälschten Videos in Sozialen Medien helfen soll sowie ein smarter Asthma-Inhalator, der kritische Werte überwacht und die Luftqualität misst, oder eine App, die Mukoviszidose-Patientinnen bei der Kontrolle ihrer Ernährung unterstützt. Julia Gindl hat sich zwei Projekte aus den Bereichen Medizin und Daten genauer angeschaut.

3. Eines der heißesten Zukunftsthemen für die EU und weltweit ist AI - Künstliche Intelligenz. Sie steckt etwa in automatischen Übersetzungssystemen, sie hilft aber auch bei der Analyse von Röntgenbildern oder ermöglicht es Autos, sich autonom auf der Straße zu bewegen.
Letzte Woche hat Europa zwei große Papiere publiziert, wie es mit dem auch wirtschaftlich hoch bedeutenden Thema "Künstliche Intelligenz" in Zukunft umgehen will. Am Freitag veröffentlichte die Kommission einen Aktionsplan "Künstliche Intelligenz" und zwei Tage zuvor stellte das Joint Research Center, eine Forschungseinrichtung der EU, einen umfassenden Report vor, der sich u.a. Fragen der Ethik widmet, aber auch die Bedeutung von AI im globalen Wettbewerb dokumentiert. Details von Franz Zeller.

4. Unser Smartphone sammelt als unser ständiger Begleiter Unmengen an Bewegungsdaten. Denn auch wenn wir nicht telefonieren, Nachrichten schreiben oder fotografieren, hinterlassen wir mit unserem Smartphone Spuren, wo wir uns wie lange aufhalten. Diese für die Wirtschaft sehr wertvollen Metadaten schützt derzeit das österreichische Telekommunikationsgesetz. Wie Handyanbieter diese Verkehrsdaten nutzen und warum die anstehende europäische E-Privacy Verordnung den Rechtsrahmen rund um die Metadaten lockern könnte, berichtet Julia Gindl.

Moderation und Redaktion: Franz Zeller

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