Mit der Bürde der Familiengeschichte auf den Schultern

"Ziegelbrennen" von Christian Lorenz Müller. Roman. Es liest Torsten Hermentin. Gestaltung: Karin Buttenhauser.

70 Jahre mitteleuropäische Geschichte umspannt der Roman "Ziegelbrennen" von Christian Lorenz Müller. Kriege haben die Menschen in dieser Zeitspanne geprägt und sowohl der Zweite Weltkrieg als auch der Balkankrieg spiegeln sich bis heute im Leben der Menschen wider. Wie sehr besonders die eigene Familiengeschichte nachwirkt, das versucht der - Zitat - "angejahrte" Historiker Arthur Mantler zu ergründen und in einer Ausstellung darzustellen.

Dieser 500-Seiten-Roman ist eine weit ausgreifende Familiengeschichte, ein Chor aus vielen Stimmen, die scheinbar sprunghaft wechseln: zwischen der Zeit der faschistischen Ustascha-Diktatur in Kroatien während des Zweiten Weltkriegs, den Ereignissen der 1990er Jahre auf dem Balkan und der Flüchtlingswelle von 2015.

Christian Lorenz Müller wurde 1972 in Rosenheim (Bayern) geboren und lebt als Schriftsteller und Literaturvermittler in Salzburg. Nach einer Lehre zum Trompetenmacher und etlichen Gesellen- und Reisejahren veröffentlichte er 2010 seinen Debütroman "Wilde Jagd", für den er mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet wurde. Im gleichen Jahr erhielt Müller den Georg-Trakl-Förderungspreis für Lyrik.

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Christian Lorenz Müller. "Ziegelbrennen". Roman. Otto Müller Verlag, 2019

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