Alte Unterlagen und Fotos von Imre Kormos

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Mein widersprüchlicher Stiefgroßvater: Spurensuche nach einem Familienmitglied in der ungarischen Shoa

"Mein Glück ist, dass mich mein Glück nicht verlässt ..." Imre Kormos. Held und Halunke. Eine Spurensuche von Natasa Konopitzky. Teil 1/2

Meine Mutter hat immer schlecht über ihren Ziehvater geredet: Imre Kormos war unnahbar, egozentrisch und außerdem ein Angeber. Er hat behauptet, 1944 in Budapest als Nazi verkleidet Juden gerettet zu haben. Meine Mutter konnte das nie glauben: Wie soll einer, der selbst Jude ist in Naziuniform herumspazieren und anderen Juden das Leben retten? Außerdem war er ein Draufgänger und Frauenheld, erzählt meine Mutter: Er hat meine Großmutter - seine angeblich große Liebe - betrogen und belogen. Und: Sie ist wegen ihm im kommunistischen Ungarn im Gefängnis gelandet.

Diese Recherche wurde vom Literar-Mechana Projektstipendium Journalismus unterstützt, vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus sowie vom Zukunftsfonds der Republik Österreich.

Produktion und Soundstücke: Stefan Weber
Redaktion: Elisabeth Stratka und Eva Roither

Sendereihe

Gestaltung

  • Natasa Konopitzky