Jonke der Ohrenmaschinist

Ohrenmaschinist und Chor-Phantast: Gert Jonke zum 10. Todestag (4. Jänner 2019). Gestaltung: Irene Suchy.

Er war ein wertschätzender Begleiter der zeitgenössischen Musikszene, aufmerksames Publikum von Konzerten und Opern und übertrug so wunderbar wie absurd seine Musikliebe in Theaterstücke und Hörspiele. Die Großen der Musikgeschichte vor Augen, macht er aus ihnen keine Helden, sondern poetisch verklärte liebenswürdige Kunstschaffende: "Der Ohrenmaschinist" oder "Opus 111", eine "Schule der Geläufigkeit" oder eine "Chorphantasie".

Jonkes Sprache liebte die Musik und die Menschen, so kritisch wie mitleidig zeichnete er die Protagonisten und hinter der heiteren Besinnlichkeit verbarg sich seine Kritik an Gesellschaft und Kunstbetrieb.

Mit seinem Tod hört es nicht auf, dass Komponierende und Singer-Songwriterinnen, Musikschaffende aller Genres inspiriert werden: von Wolfgang Seierl bis Susanna Ridler haben in den letzten 10 Jahren viele Jonkes Wort als Notenvorlage genommen.

Weggefährtinnen und Begleiter seines Werks über den Tod hinaus erzählen, Jonkes Stimme klingt mit.

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