Kreml in Moskau

AFP/MLADEN ANTONOV

Slowakei, Russland und Rumänien

Die Slowakei übernimmt den Vorsitz der OSZE +++ Mit Rap und Hip-Hop gegen den Kreml +++ Verachtet, verhöhnt, verhasst. Die EU hat keinen Plan gegen Diskriminierung der Roma in Rumänien
Moderation: Markus Müller-Schinwald

OSZE, Rumänien, Russland

Die Slowakei übernimmt den Vorsitz der OSZE
Anfang Jänner hat die Slowakei den Vorsitz in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa übernommen. Mit ihren 57 Mitgliedsländern ist die OSZE die größte regionale Sicherheitsorganisation, die Spannungen zwischen Russland und dem Westen haben sie in den letzten Jahren aber auf eine schwere Probe gestellt. Der Konflikt in der Ostukraine konnte durch den Einsatz einer großen OSZE-Beobachtungsmission zwar entschärft, aber nicht gelöst werden. Der slowakische Vorsitz unter Außenminister Miroslav Lajcák hat am Donnerstag die Schwerpunkte des kommenden Jahres vorgestellt, wir berichten darüber, was unser Nachbarland plant und umsetzen will. Um diese Vorhaben zu analysieren, ist die Journalistin und OSZE-Expertin Stephanie Liechtenstein zu Gast im Studio.

Mit Rap und Hip-Hop gegen den Kreml
In Russland weitet der Kreml Schritt für Schritt seine Kontrolle über die Gesellschaft aus. Politik und Medien haben ihre Freiheit schon vor langem eingebüßt, in den letzten Jahren ist dann auch der Druck auf Kulturschaffende erhöht worden. Filme und Theaterstücke wurden verboten, unbeugsame Theaterdirektoren schikaniert und entlassen. Und seit einigen Wochen ist auch die Jugendkultur ins Visier der Staatsmacht gerückt, genauer gesagt, jene Musik, die Jugendliche und junge Erwachsene hören. Etliche Rap-, Pop-, Punk- und Rave-Events wurden von den Behörden verboten, einige Musiker festgenommen. Aus Russland berichtet Christian Lininger

Verachtet, verhöhnt, verhasst. Die EU hat keinen Plan gegen Diskriminierung der Roma in Rumänien
In Rumänien leben schätzungsweise bis zu zwei Millionen Roma. In allen Lebensbereichen werden sie von der Mehrheitsgesellschaft offen ausgegrenzt. Die Europäische Union hat bisher keine nachhaltige Strategie zu helfen und kommt über Lippenbekenntnisse nicht hinaus. Der deutsche EU Abgeordnete Romeo Franz sitzt für die Grünen im Europaparlament und ist der einzige Sinto dort. Er versucht, den Ratsvorsitz Rumäniens zu nutzen, um auf die Lage der Roma aufmerksam zu machen. Andrea Beer hat Romeo Franz im Nordwesten Rumäniens begleitet.

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