2 Polizisten auf der Rolltreppe

DPA / AFP / KAY NIETFELD

Polizeigewalt: Täter und Opfer erzählen

Täter in Uniform. Polizeigewalt in Deutschland. Feature von Marie Kuck (SWR/WDR/DLF 2018).

Wenn Polizisten in Deutschland Straftaten begehen, werden sie nur sehr selten zur Verantwortung gezogen - begünstigt durch ein System, in dem Gewalt von Polizisten nicht unabhängig untersucht wird. Dafür landen nicht selten die Opfer auf der Anklagebank. Die Liste der Vorwürfe ist lang: Übergriffe auf friedliche Bürger/innen, Misshandlungen in Gewahrsamszellen, sogar Totschlag und Mord. Die Deutsche Polizeigewerkschaft bedauert das und spricht von Ausnahmen und schwarzen Schafen.

Schon seit Jahren kritisiert Amnesty International strukturelle Polizeigewalt in Deutschland. Tatsächlich führen Strafanzeigen gegen Polizisten auffällig selten zu einem Gerichtsverfahren und fast nie zur Verurteilung des Beschuldigten. Geschädigte, die sich wehren, bekommen dagegen die ganze Härte des Gesetzes zu spüren. Ist die Sorge vor einem Imageschaden der Polizei so groß, dass rechtsstaatliche Standards geopfert werden?

Die Autorin blickt hinter die Kulissen, trifft Polizisten und Polizeiopfer und begegnet viel Angst - auf beiden Seiten. Sie trifft auf ein annähernd geschlossenes System und auf Strukturen, die nicht zu ihrem Bild von einer rechtsstaatlichen Bundesrepublik passen wollen.

Diese Sendung wurde beim Prix Europa 2018 mit einer "Lobenden Erwähnung" ausgezeichnet.

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