Ein Modell der Stadt Troja

DPA/NORBERT FÖRSTERLING

Troja

Mythos und Wirklichkeit. Mit Birgitta Eder, Althistorikerin und Archäologin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer.

Lange Zeit hielt man die antike Stadt Troja für einen Mythos. Der griechische Dichter Homer hatte hier, in Troja, bei ihm auch Ilios genannt, sein Epos "Ilias" angesiedelt. Den zehnjährigen Krieg zwischen den griechischen Belagerern und den Bewohnern Trojas beendete Homer in seiner Erzählung mit dem trojanischen Pferd, in dessen Holzbauch sich griechische Soldaten versteckten.

Im Jahr 1868 fand der deutsche Abenteurer und Archäologe Heinrich Schliemann tatsächlich die Ruinen jener Stadt, die Homer beschrieben hatte. Mit Schliemanns Funden unter dem Hügel von Hisarlik an den Dardanellen begann eine der größten Entdeckungen der Archäologie. Im Zeitraum zwischen 3.000 vor bis 500 nach Christus muss hier durchgehend eine Stadt oder Siedlung gestanden haben, so der gegenwärtige Stand der Forschung.

Zehn Siedlungsschichten legten Archäologen bis heute frei. Welche davon wirklich zu dem von Homer beschriebenen Troja gehörte und ob es den Krieg zwischen den Griechen und Troja, mitsamt dem trojanischen Pferd, wirklich gegeben hat, ist allerdings offen. Bis heute finden in Troja Ausgrabungen statt.

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