Johanna Dohnal

APA/HERBERT PFARRHOFER

Johanna Dohnal

"Mehr Frauen in der Politik bedeutet gleichzeitig weniger Männer" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Johanna Dohnal, Politikerin (1939 - 2010) und Birgit Sauer, Professorin für Politologie Universität Wien (Erstausstrahlung am 5. November 2009)

Als das österreichische Parlament am 1. März 1989 feierlich den 70. Jahrestag des Frauenwahlrechts in Österreich beging, hielt die damalige Frauenministerin Johanna Dohnal eine Rede. Sie fragte sich, warum die Zahl der Abgeordnete auch nach 70 Jahren Frauenwahlrecht verhältnismäßig gering war: "Mehr Frauen in der Politik bedeutet gleichzeitig weniger Männer. Und genau das - und nichts anderes - ist der Grund, warum die Steigerung des Frauenanteils in den gesetzgebenden Körperschaften in diesen sieben Jahrzehnten so gering war". Damals waren nur knapp 12 Prozent der Abgeordneten des Nationalrates Frauen. Heute sind es fast 35 Prozent, nie war der Frauenanteil höher.

Zum 80.Geburtstag der legendären, 2010 verstorbenen Vollblutpolitikerin Johanna Dohnal, die die Probleme und Wünsche von Frauen auf die politische Agenda der Republik brachte, wiederholt Ö1 ein Gespräch, das Renata Schmidtkunz am 5. November 2009, drei Monate vor Dohnals Tod, mit ihr führte.

Service

Alexandra Weiss, Erika Thurnera (Hg.), "Johanna Dohnal und die Frauenpolitik der Zweiten Republik. Dokumente zu einer Pionierin des österreichischen Feminismus", Promedia Verlag 2019

Maria Mesner und Heidi Niederkofler (Hg.), "Johanna Dohnal: Ein politisches Lesebuch", Taschenbuch, Mandelbaum Verlag 2013

Elena Messner, Eva Schörkhuber, Petra Sturm (Hg.), "Warum feiern. Beiträge zu 100 Jahren Frauenwahlrecht", mit einem Nachwort von Marlene Streeruwitz, Edition Atelier 2018

Gabriella Hauch (Autorin), "Frauen bewegen Politik: Österreich 1848-1938 (Studien zur Frauen- und Geschlechtergeschichte)", Taschenbuch, StudienVerlag 2009

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