Sex Klingeln

AFP/BERTRAND GUAY

Sex-Spielzeug und seine Hacker

1. Das Geschäft mit der Lust im Internet der Dinge
Gestaltung: Sarah Kriesche
2. Datenschutz oder Schikane?
Gestaltung: Mariann Unterluggauer

1. 1974 fiel im Buch "Computer Lib/ Dream Machines" zum ersten Mal der Begriff "Teledildonics". Er beschrieb eine seinerzeit noch imaginäre Datenverbindung zwischen zwei Menschen, über die sie Emotionen, respektive Lustgefühle an den anderen übertragen und ausleben können sollten. Mittlerweile hat Sex-Spielzeug, das aus der Ferne gesteuert oder manipuliert werden kann, einen festen Platz im "Internet der Dinge".

Social Media-ähnliche Funktionen wie Freundeslisten, Instant Messaging, Film-Chats, sowie der Austausch expliziter Bilder sind nur einige Spielarten des Multi-Millionen-Dollar-Markts, der das Geschäft mit der Lust um vermeintlich smarte IT-Komponenten erweitert hat. Zu den Begleiterscheinungeb gehören allerdings auch eine Fülle an Schwachstellen, die Dritten den meist unerwünschten Zugriff auf diverse Sex-Spielzeuge ermöglichen. Und eine Fülle an sensiblen Daten erlaubt oft intimere Einblicke, als es von den Herstellern versprochen wird. IT-Sicherheitsexperten der Firma sec-consult haben Produkte und Industrie genauer unter die Lupe genommen, wie Sarah Kriesche berichtet.

2. Wer eine Webseite mit einer Toplevel-Domain wie .org oder .com angemeldet hat - das konnte man zumindest bis Mai 2018 problemlos über das Service whois.org erfahren. Dann trat die europ. Datenschutzgrundverordnung DASGVO in Kraft. Seitdem ist zwischen ICANN - der obersten Domainverwaltung - und einigen untergeordneten Domainvermittlern ein Streit ausgebrochen. Die hatten sich nämlich mit Hinweis auf die DSGVO geweigert, die Adressen und Kontaktdaten von domainregistrierenden Firmen und Personen zu veröffentlichen. Ein Anschlag auf die Transparenz des Netzes oder einfach Gesetzestreue? Mariann Unterluggauer berichtet über die Hintergründe des Datenstreits.

Redaktion: Franz Zeller
Moderation: Wolfgang Ritschl

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