Beifall und Hass für Salzburgs erste Frauenrechtlerin

100 Jahre Frauenwahlrecht: "Ungehalten. Vermächtnis einer Freidenkerin" von Irma von Troll-Borostyáni. Gestaltung: Karin Buttenhauser

Irma von Troll-Borostyáni (1847 - 1912) gilt bis heute als die erste Salzburger Frauenrechtlerin. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Irma Troll in Salzburg, wo sie geprägt durch die liberale und auf Selbständigkeit abzielende Erziehung ihrer Mutter aufwuchs. Mit 23 Jahren fasste Irma Troll den Entschluss, Salzburg zu verlassen und so der beengenden Moral des Kleinstadtlebens zu entkommen.

Sie „flüchtete“ nach Wien, wo sie 1879 durch ihr erstes Buch „Die Mission unserer Jahrhunderts. Eine Studie über Frauenfragen“ Protest, Aufsehen, aber auch Beifall erntete.
Irma von Troll-Borostyáni kämpfte für das Wahlrecht der Frauen, für die Gleichstellung von Mann und Frau in der Ehe, für Frauen- und Jugendbildung und gegen die Prostitution. Um ihrer Mutter beizustehen, kehrte sie 1882 nach Salzburg zurück.

Service

Gürtler, Christa (Hrsg.): Irma von Troll-Borostyáni. Ungehalten. Vermächtnis einer Freidenkerin. Otto Müller Verlag, Salzburg 1994

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