Wahllistenaushang in Nigeria

AP/JEROME DELAY

Die Angst vor Boko Haram

In Nigeria wird an diesem Samstag ein neuer Präsident gewählt. Die Wahl wird gebannt beobachtet, letzte Woche ist sie in letzter Minute verschoben worden. Wahlfälschungen und Unruhen sind nicht ausgeschlossen.
Gestaltung: Udo Schmidt, ARD

Das 200 Millionen-Einwohner-Land Nigeria ist ein instabiler Riese; in manchen Regionen boomt die Wirtschaft, andere sind von großer Unsicherheit und hoher Arbeitslosigkeit geprägt, die viele Menschen in die Emigration treibt. Auch ethnische und religiöse Konflikte bedrohen das bevölkerungsreichste afrikanische Land - und allen voran verbreitet die islamistische Fundamentalistenbewegung Boko Haram im Norden des Landes seit Jahren Angst und Schrecken.
20 000 Menschen hat Boko Haram im Lauf der letzten zehn Jahre umgebracht, fast zwei Millionen wurden vertrieben und sind nun Flüchtlinge im eigenen Land, vor allem Frauen. Sie mussten ihre Dörfer nach Angriffen der Islamisten verlassen und leben jetzt in Lagern. Ein Lokalaugenschein.



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