Ein verlassenes Haus in Zypern

ORF/RAINER ELSTNER

Erinnerungen an Nikosia

Nebenan Zypern: "Nicossienses". Von Niki Marangou. Aus dem Griechischen von Niki Eidenmeier. Es liest Andrea Eckert. Gestaltung: Nicole Dietrich.

Seit 1974 ist Nikosia eine geteilte Stadt und durch eine "Grüne Linie" in zwei Hälften gespalten. Die zypriotische Autorin Niki Marangou, 1948 in Limassol geboren, wuchs in Nikosia auf und erzählt in ihrem Text "Nicossienses" über die Stadt ihrer Kindheit und Jugend: Eine Stadt, prallvoll von Geschichte und Kultur, deren Teilung in der Gegenwart vielgestaltige Widersprüche und Spannungen verursacht .

Niki Marangou studierte von 1965-1970 in Berlin Soziologie, lebte danach in Nikosia und arbeitete als Dramaturgin für das zypriotische Staatstheater, als Buchhändlerin, Malerin und Schrifstellerin. Sie starb 2013 bei einem Verkehrsunfall. Ins Deutsche übersetzt wurden u.a . "Und sie feierten Hochzeit". Märchen aus Zypern" und "Von Famagusta nach Wien". Letzteres Buch erzählt die Geschichte ihres Vaters, eines von der Medizin besessenen Zyprioten, der vor dem Zweiten Weltkrieg in Österreich studierte, um später einer der ersten Wegbereiter für die Wissenschaft in seinem Heimatland zu werden.

Service

Aus: die horen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik. "Das Wagnis der Erinnerung. Poetische Erkundungen aus den Ländern Südosteuropas". 3. Quartal, 2010

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