Leipziger Buchmesse

APA/AFP/BARBARA SAX

Eine Stadt als Lesesaal

Reportage von der Leipziger Buchmesse
Gestaltung: Stefan May

Seit 526 Jahren gibt es in der sächsischen Stadt Leipzig eine Buchmesse. Deshalb behauptet sie von sich, die älteste der Welt zu sein. Leipzig ist eine Buchstadt: Große Verlage und Druckereien hatten dort ihren Sitz. Nach dem Krieg versuchte die DDR recht und schlecht die Tradition aufrecht zu erhalten. In jenen Jahren galt die Buchmesse als Fenster zur Welt. Die Menschen standen Schlange vor den Ständen westdeutscher Verlage. Nach der Wende musste sich die Leipziger Buchmesse neu erfinden, viele meinten, eine solche Veranstaltung pro Jahr, die Frankfurter Buchmesse im Herbst nämlich, reiche aus. Die Leipziger setzten hingegen aufs Publikum, und heute stürmen mehr als 200.000 Besucher an vier Tagen die Messehallen, wo 2600 Aussteller ihre Bücher präsentieren. Was die Buchmesse aber so besonders macht, sind die 3500 Veranstaltungen rund um die Messe Ende März.

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