Ausgetrocknetes Flussbett

APA/BARBARA GINDL

Das Dilemma der Klimaforscher

Wie politisch darf Wissenschaft sein?
Von Boris Schumatsky

Klimawissenschafter/innen haben ein Kassandra-Problem: In ihrem Forschungsfeld tauchen immer wieder neue Gefahren auf, Häufung von Extremwetterereignissen wie Stürme oder Hitzewellen oder sogenannte Kipp-Elemente, die schlagartig das Klima verändern können. Gleichzeitig müssen sie miterleben, wie manche Politiker ihre Ergebnisse nicht ernst genug nehmen und Klimawandelleugner sie auf schwarze Listen setzen.

Mitunter wird ihnen vorgeworfen, den menschengemachten Klimawandel ganz erfunden zu haben. Inzwischen auch aus den höchsten Etagen der Politik. Die Gesellschaft vor einem Risiko zu warnen, das sich mit Fakten belegen lässt, ohne in einen angeblichen Alarmismus zu verfallen: Wie löst man dieses Dilemma? Während es für viele Klimaforscher/innen nicht selbstverständlich ist, öffentlich über die Folgen des Klimawandels zu sprechen, halten es andere für ihre politisch-moralische Pflicht, davor zu warnen.

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